Tweet Hilbringen. Malen, sich ausdrücken mit Pinsel und Farbe gewinnt immer mehr Freunde. Wie bei vielen Dingen im Leben gehört neben dem Talent auch...
Merzig. Die vierte Auflage des Merziger Mondscheinmarktes war erneut gut besucht, zeitweilig gab es kaum ein Durchkommen. Als die Dämmerung hereinbrach, war Romantik pur angesagt. Stimmungsvolles Licht, interessante Duftnoten und Geruchsmischungen animierten die Sinne. Rund 80 Händler hielten ein ausgesproche
n vielseitiges und sinnenfreudiges Angebot parat. Da entdeckte man frische Lebensmittel aus der Region wie Gemüse, Salate, Obstsorten, Produkte der Jahreszeit eben genau so wie ausgefallenere Köstlichkeiten, Senf und Honigspezialität
en, Liköre oder Weinsorten aus unterschiedlichen Regionen, wie beispielsweise der rumänische Baumstriezel. Aber auch andere Produkte wie Windlichter der verschiedensten Art, Lampen, die aus Straußeneiern filigran gefertigt waren, Schuhe und Stiefel, in mittelalterlichem Schnitt handgefertigt und ähnliches mehr. Das Wetter spielte mit, es blieb trocken, wurde aber am Abend empfindlich kalt, so
dass sie Verkäufer von wärmenden Getränken wie Glühwein oder auch exotische Teesorten reißenden Absatz zu verzeichnen hatten.
Klar, dass es auch diesmal ein buntes Programm gab. Angeführt von „Herold“ Till von Neustadt zog eine bunte Schar von Künstlern in mittelalterlichem Habit zur Bühne in der Altstadt, auf der „zur siebten Stunde des Nachmittags“ das obere
Haupt der Stadt – so der Herold – den Monscheinmarkt eröffnete.
Oberbürgermeister Dr. Alfons Lauer hieß die bunte Schar willkommen und stellte das Abendprogramm vor. Er erinnerte daran, dass im Mittelalter in zahlreichen Städten Markt häufig bis in die Abendstunden gehalten wurde. Auch in unseren Tagen sei dies ein interessantes Angebot, denn viele Berufstätige können den Wochenmarkt am Morgen nicht besuchen, weil sie dann ihrer Arbeit nachgehen müssen. Alfons Lauer wies darauf hin, dass neben den rund 80 Marktständen an diesem Ab
end auch zahlreiche Merziger Geschäfte bis 23 Uhr geöffnet waren. Zuvor hatte die Musikergruppe Allawi mit mittelalterlichen Instrumenten für Unterhaltung gesorgt, die Gesangsbarden Jan und Helene mit einem Pilgerlied aus mittelalterlicher Zeit Aufmerksamkeit erregt und die clowneresken Akrobaten Francello und Casimir Beifall gefunden. Die beiden, ebenso wie Jan und Helene verweilten nicht an einem Ort, so
ndern sie zogen durch das Marktgelände, verweilten hier und da, gaben an der einen oder anderen Stelle eine Kostprobe ihres Könnens ab. Auch die übrigen Künstler wie etwa das hochbeinige Stelzenwesen waren ständig in Bewegung und gewannen die Aufmerksamkeit der Besucher. Höhepunkt war sicherlich der mystische Auftritt der Feuertänzer, die für ihre spektakulären Darbietungen Bewunderung und heftigen Applaus erhielten.
Auch die vierte Auflage des Merziger Mondscheinmarktes erwies sich als ein Publikumsmagnet, der viele Besucher aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden nach Merzig lockte.