Tweet Hilbringen. Malen, sich ausdrücken mit Pinsel und Farbe gewinnt immer mehr Freunde. Wie bei vielen Dingen im Leben gehört neben dem Talent auch...
Losheim (aram). Mit ihrem Weihnachtskonzert in der
Eisenbahnhalle in Losheim kehrte die Gruppe Chorwurm zu ihren Wurzeln zurück. Bekanntlich ist sie vor knapp 40 Jahren aus einem kirchlichen Jugendchor entstanden. Im Lauf der Zeit hat sie sich unter der Leitung von Lothar Klockner immer mehr zu Pop, Swing und Jazz hin entwickelt, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen und immer mal wieder einen Ausflug zu ihren Grundlagen unternommen. Diesmal war es der Jahreszeit entsprechend ein recht intensiver Ausflug.
Dennoch auch die weihnachtlichen und vorweihnachtlichen L
ieder und Gospels hatten alle ihr Arrangement von Bandleader und Chorleiter Lothar Klockner, der eigene, der Chorwurm Sound war somit garantiert.
Chorwurm, das ist einmal die Band, die aus 11 Musikern besteht und das ist zum zweiten der Chor, der aus 18 stimmgewaltigen Sängerinnen und Sängern besteht. Jeder einzelne davon ist nicht nur Chormitglied, sondern auch Solist.
Das Programm war ausgesprochen vielseitig zusammengestellt, klassische deutschsprachige Weihnachtslieder fanden sich ebenso darin, wie bekannte amerikanische Weisen
. Aber auch Titel wie „Follow him“ (Solistin Sylvia Wolf) aus Sister Act fanden Raum und erhielten starken Beifall. Titel wie Child of God ( Solist: Thomas Hero) oder “When you believe” (Stefania Racioppa) begeisterten das Publikum. Im letzten Abschnitt des ersten Konzertteiles folgten weithin bekannte amerikanische Titel wie “Do they know is christmas“ oder soulig „Joyful, joyful“. Mit „we are the world“ kehrte Chorwurm dann in seinen ganz starken Bereich zurück. Bei allen Titeln stellte sich heraus, dass jede einzelne Sängerin und jeder einzelne Sänger – alle lassen sich hier aus Platzgründen nicht namentlich vorstellen – auch ein exzellenter Solist ist, was allerdings nicht weiter verwundert, denn viele von ihnen haben
eine Gesangsausbildung erhalten.
Im zweiten Teil des Konzertes folgten dann viele der Weihnachtsklassiker. Schon das Opening „Winterwonderland“ riss das Publikum mit. Dass Chorwurm auch die deutschen Klassiker drauf hat, bewies der Chor mit „Maria durch den Dornwald ging“ oder mit „Es ist ein Ros entsprungen“. Weniger bekannt, aber enorm anspruchsvoll vorgetragen folgte dann „Balulalow“.- Im nächsten Abschnitt standen dann so bekannte amerikanische Songs wie „Rudolph, the red nose rendier“ oder – natürlich- „White christmas“, das wahrscheinlich erfolgreichste amerikanische Weihnachtslied und ebenso natürlich „Jingle bells“ auf dem Programm. Dass gegen Ende „Stille Nacht“ und „Oh, du fröhliche“ nicht f
ehlen durften, ist eigentlich fast selbstverständlich. Im Zugabeteil – völlig klar, dass der Chorwurm nicht ohne Zugabe aus der Halle kam – hatte dann das jüngste Chorwurmmitglied, die 16jährige Leonie Holz mit „Happy christmas“ ihren großen Auftritt und konnte ihr Talent beweisen. Bleibt als Fazit die Feststellung, Chorwurm hat nichts von seiner Faszination verloren und gehört nach wie vor zu dem Besten, das das Saarland auf diesem Sektor der Musik zu bieten hat.
Wer nicht genug davon bekommen hat: am 22.12.2011 gibt es ein weiteres Weihnachtskonzert von Chorwurm in der Saarbrücker Congresshalle.