Tweet Hilbringen. Malen, sich ausdrücken mit Pinsel und Farbe gewinnt immer mehr Freunde. Wie bei vielen Dingen im Leben gehört neben dem Talent auch...
Siersburg. Kaum ein Durchkommen gab es zeitweilig beim Siersburger Adventmarkt, der auf dem Kirchplatz St. Martin durchgeführt wurde, veranstaltet von der Gemeinde Rehlin
gen-Siersburg in Zusammenarbeit mit der Freien Ritterschaft zu Siersburg, einer AG des Heimat- und Verkehrsvereins Siersburg.
Mittelalterliches Markttreiben herrschte allenthalben, die Freie Ritterschaft trug ritterliche Gewandung, handwerkliche Arbeiten aus mittelalterlichen Zeitspannen wurden demonstriert, entsprechende Gerätschaften verkauft. Mittelalterliche Musik begleitete die vielfältigen Ereignisse des Tages, die Gruppe Saytenvaeg spielte dabei mit Dudelsack, Dulcimer und Laute auf. Dr. Marrax, ein Zauberer, der die Zauberkunst jener frühen Jahre beherrscht, fand viel Aufmerksamkeit, nicht nur bei den jungen Besuch
ern. Narren, Gaukler, Jongleure und viele andere sorgten mit ihren Darbietungen für stete Unterhaltung – es gab keinen Leerlauf. Spielmannzüge wie etwa der Fanfarenzug Oberesch oder die Musikfreunde Siersburg sorgten für die musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Zu einem Hörgenuss der besonderen Art kam es am Nachmittag, als der Dillinger Madrigalchor unter der Leitung von Stephan Langenfeld ein gut besuchtes vorweihnachtliches Konzert in der Pfarrkirche St. Martin gab.
Daran, dass man auch und vielleicht gerade in der vorweihnachtlichen Zeit ein Herz für die Menschen haben sollte, denen es vielleicht nicht so gut geht, dachte Bürgermeister Martin Silvanus, der gemeinsam mit Ehe
frau Conny und anderen an einem Stand für Spenden für die Dillinger Tafel warb, wie bereits in den vergangenen Jahren. An der Dillinger Tafel werden auch Bürger aus der Gemeinde Rehlingen- Siersburg versorgt. Viele Bürger brachten Sachspenden wie haltbare Lebensmittel oder auch Geldspenden. „Es ist schlimm, dass es in unserer Zeit Menschen gibt, die auf solche Hilfsmaßnahmen angewiesen sind, sagte Martin Silvanus, „aber es ist gut, dass viele Menschen ein Herz für ihre Mitmenschen haben“.
Die Naturpädagogen der Gruppe Maltiz hatten Esel, Lamas,
Schafe und weitere Tiere mitgebracht, an Fahrten mit der Eselskarre über den Markt war zeitweilig wegen des hohen Besucheraufkommens nicht zu denken. Stattdessen gab es dann Streicheleinheiten für die Tiere oder Staunen, wenn sich ein Hund auf dem Eselsrücken einrichtete.
An vielen Ständen gab es weihnachtliche Dekorationen, allerlei selbst hergestellte Gegenstände aus Holz und anderen Materialien. Ein Schmied verrichtete seine Arbeit, bei der man ihm über die Schulter schauen durfte – mancher Steppke staunte nicht schlecht über die Handfertigkeit, die dabei zu Tage trat.
Über dem Markt lag ein weit reichender Duft, der sich aus den verschiedensten Duftnoten zusammensetzte und letztlich eigentlich undefinierbar blieb, denn hier traf der Duft von Glühwein und Zimtwaffeln, von Gebratenem und Gesottenem, von Kaffee und Kuchen, von allerlei Gewürzen und vielerlei mehr zusammen und ein bildete ein Duftgemisch, das durchaus als Wegweiser dienen konnte.