Beim Klassik Open Air am Stausee gab es Liebeserklärungen

Außergewöhnliche Stimmen begeisterten – das Orchester glänzte

Am Stausee - 5000 Besucher kamen zum SR Klassik Open am StauseeLosheim. Rund begeisterte 5000 Zuschauer, Klasse-Programm, Superwetter – so könnte man es zusammenfassen, das Klassik Open Air am Stausee 2017. Und doch wäre das viel zu wenig gesagt. Klar, fünf tausend Besucher, viele davon wohl versehen mit Picknick Utensilien, mit allerlei Leckereien, mit dem einen oder anderen edlen TropfeAm Stausee - Picknick beim Klassik Open Air, das hat wasn, das ist schon etwas, so etwas wie eine Liebeserklärung für Klassik am See. Und  „Liebeserklärungen“, das war dann auch das Thema des diesjährigen Konzertabends. Serviert wurden sie wie immer seit vielen Jahren vom Deutschen Radio Philharmonie Orchester. Doch bevor die Musiker loslegten gab es schon mal vorab Liebeserklärungen von SR Intendant Thomas Kleist, Am Stausee - die glänzende Radio Philharmonie begleitete die nicht minder glanzvollen Solistender seit vielen Jahren bekennender Fan des Klassik Open Air am Stausee ist und vom Musik & Theater Chef Joachim Arnold. Doch dann hob Daniel Smith den Taktstock und ein vielseitiges Programm begann seinen Zauber auf das Publikum auszuüben. Zur Eröffnung gab es die „Festliche Ouvertüre“ von Dimitrij Schostakowitsch, was wäre besser geeignet gewesen zu diesem Thema. Danach erste Bewährungsprobe für Schauspielerin und Sängerin Edda Petri und Countertenor Roland Kunz, beim SR vor allem bei SR 2 seit20 Jahren für klassische Kulturwellen zuständig. Gemeinsam führten sie an diesem Abend durch das Programm, angenehm locker und doch unterhaltsam informierend.

Am Stausee - die beiden glänzenden Solisten das waren der Aüdafrikaner Lukhanyo Moyake...Die erste Gesangsdarbietung, Lukhanyo Moyake aus SüdafAm Stausee - ... und die Australierin Siobhan Staggrika hielt das eiskalte Händchen von Mimi mit Giacomo Puccinis „Che gelida manina“ aus La Bohéme. Besonders gespannt war man auf die Sopranistin Siobhan Stagg, wie der Dirigent in Australien zu Hause und als Sängerin mit der hochkarätigsten Goldkehle, die man sich denken kann angekündigt. Und sie enttäuschte die Erwartungen nicht, gleichgültig ob im Duett mit Lukhanyo Moyake beispielsweise mit „Caro elisir, sei mio“ aus Gaetano Donizettis „L’elisir d’amore“ oder im zweiten Teil mit Am Stausee - Kerzenschein verstärkte mit hereinbrechender Dunkelheit die romantische ArmosphäreLeonard Bernsteins „Only you … Tonight“ oder solistisch mit „Gitter and be gay“ aus Bernsteins Candide – man gewann immer den Eindruck, dass die Lobeshymnen nicht zu hoch angesetzt waren.  In der Tat konnte man die Überzeugung gewinnen, dass beide einer großen Karriere entgegenstreben.
Das Orchester glänzte gleichermaßen ob mit George Bizets „Les Toréadors“ oder mit der Cavalleria Rusticana von Pietro Mascagni souverän von Daniel Smith geleitet. Die letzte Darbietung des offiziellen Programms, Am Stausee - Das obligatorische Feuerwerk über dem Stausee setzte auch diesmal einen fulminanten Schlusspunktdie Ouvertüre 1812“ von Peter Tschaikowski mit der der Sieg der russischen über die napoleonische Armee gefeiert werden sollte, zeigte einmal mehr die große Leistungsfähigkeit des Orchesters.

Es muss sicher kaum betont werden, ohne Zugabe kamen die Musiker nicht von der Bühne – Strauß Titel durfte natürlich bei den Liebeserklärungen ohnehin nicht fehlen. Gewissermaßen den Tupfen auf das i setzte das abschließenden Höhenfeuerwerk über dem Stausee mit zahlreichen facettenreichen Effekten

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