Freiwillige Feuerwehr Saarlouis mit beeindruckender Übung

Saarlouis. Die Jahreshauptübung der vier Löschbezirke (Innenstadt, Ost, Lisdorf und West) der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis fand in diesem Jahr auf dem Betriebsgelände der Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS) statt, bei der ein anspruchsvolles Unfallszenario simuliert wurde.1238

Das Gefahrenszenario:Ein Gefahrguttransporter fuhr auf ein Stauende auf, fünf PKWs wurden in den Verkehrsunfall involviert und blieben zum Teil auf der Seite oder auf dem Dach liegen. Eine ätzende und brennbare Flüssigkeit lief aus dem LKW aus, während in den Fahrzeugen noch mehrere Personen schwer verletzt und eingeklemmt waren. Diese wurden im Zusammenspiel von rund 70 Feuerwehrleuten sowie Kräften des Rettungsdienstes und des DRK Beaumarais gerettet. Hierzu setzten die Feuerwehrleute 1208unter anderem hydraulische Spreizer und Glassägen ein, um das Dach und Türen entfernen zu können, die eingeklemmten Personen aus den Wracks zu befreien und sie an die Rettungskräfte zu übergeben. Zeitgleich führte die Feuerwehr die ABC-Erstmaßnahmen zur Eindämmung des Gefahrenstoffes durch.
Die Jahreshauptübung dient zur Überprüfung des Ausbildungsstandes sowie der Leistungsfähigkeit und wurde auch in diesem Jahr erfolgreich absolviert. Sowohl in Sachen Ausbildung als auch in Technik und Ausstattung zeigten die vier Löschbezirke, dass sie bestens aufgestellt sind. Zur Freiwilligen Feuerweh1261r Saarlouis gehören zurzeit aus 377 Mitglieder an, davon 222 Aktive im Einsatzdienst, 71 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 75 Kameraden in der Ehren- und Altersabteilung. Im Geschäftsjahr 2016/2017 rückten sie zu 432 Einsätzen aus mit insgesamt 4.960 Einsatzstunden ohne die Zeit für die anschließende Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. 183 Einsätze waren Technische Hilfeleistungen, darunter 23 ABC-Einsätze und 54 überörtliche Einsätze zur Unterstützung in Nachbargemeinden. 51 Menschen konnten gerettet, sechs leider nur noch tot geborgen werden. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Jahresbericht des Wehrführers Knut Kempeni
Nach der Übung erfolgten dann auf der Feuerwache West die Ehrungen und Beförderungen sowie der Jahresbericht des Wehrführers Knut Kempeni. Er würdigte das besondere Engagement der Kameradinnen und Kameraden über den Einsatzdienst hinaus. So nahmen viele Feuerwehrleute neben der umfangreichen Ausbildung und der Einsatzbelastung an sportlichen Aktivitäten oder Wettbewerben wie Treppenläufen, Laufveranstaltungen, dem Kupplcup und regionalen und internationalen Feuerwehrwettbewerben teil. 12 Aktive und 2 Jugendfeuerwehrmitglieder legten zudem das Deutsche-Feuerwehr-Fitness-Abzeichen ab. Die Löschbezirke brachten sich darüber hinaus in vielen anderen Bereichen in ihren Stadtteilen mit ein. Sei es bei Veranstaltungen, Festen und Aktionen der Stadt oder von Vereinen. Kreisbrandinspekteur Bernd Paul, Bernd Becker, Vorsitzender de1462s Landesfeuerwehrverbandes und Jürgen Theobald, Leiter der Ortspolizeibehörde, sprachen der Feuerwehr Saarlouis ebenfalls ihren Dank und ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Im Anschluss fanden Beförderungen und Ehrungen statt. Das Feuerwehrehrenzeichen des Saarlandes am Bande erhielten:
für 25 Jahre: Patrick Diewald und Thomas Quirin (Löschbezirk Innenstadt), Sebastian  irst, Florian Ressing, Robert Strzyzewski und Sascha Zwetsch (Löschbezirk Ost), Alexander Jenal (Löschbezirk Lisdorf),
für 35 Jahre: Hans-Werner Alt (Löschbezirk Lisdorf), Markus Klein (Löschbezirk Innenstadt), Karl Christian Peusch und Frank Lay (Löschbezirk Ost), Wehrführer Knut Kempeni
für 45 Jahre: Peter Arweiler (Löschbezirk Innenstadt), Hermann-Josef Pohl (Löschbezirk West)

Das Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes erhielten 
für 40 Jahre: Waldemar Fusek und Jürgen Prediger (Löschbezirk Innenstadt), Ewald Himbert, Karl-Ludwig Julien, Wolfram Kiefer und Gerad Przybyl (Löschbezirk West)
für 50 Jahre: Wilhelm Rohn (Löschbezirk Innenstadt), Alfred Breininger (Löschbezirk Lisdorf), Karl-Werner Stötzel (Löschbezirk West), Hans Fritz und Joachim Streit (Löschbezirk Ost) für 60 Jahre: Hans-Werner Wagner (Löschbezirk Innenstadt)

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