T-Systems stellte in Merzig digitales Parkraummanagement der Zukunft vor

Merzig. Um die Parkplatzsuche in Zukunft deutlich zu erleichtern, wird T-Systems in den kommenden Monaten in Merzig Komponenten zur Entwicklung von „Smart Parking“-Lösungen testen. Vor diesem Hintergrund wurden bereits Anfang Juni in Zusammenarbeit mit der Firma STRABAG 29 Sensoren im Bereich der Brauerstraße und des St. Médard-en-Jalles-Platzes installiert, die in Zukunft eine Prognose über die Verfügbarkeit von Parkplätzen liefern werden. Da diese Testergebnisse auch wegweisend für ein digitales Parkraummanagement in anderen Städte sein können, lud Bürgermeister Marcus Hoffeld Vertreter aus Wirtschaft und Politik nach Merzig ein, um über dieses innovative Forschungsprojekt zu informieren. Dabei freute sich der Verwaltungschef unter anderem über die Teilnahme aller Projektpartner „clip_image002obility 4.0 – Projekte intelligenten Verkehrs in Merzig“, wie Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger, der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Jürgen Lennartz sowie die T-Systems Geschäftsführerin für Digital Division und Telekom Security, Anette Bronder.T-Systems - Testfeld für intelligentes und digital unterstütztes Parken

„Neben dem Testfeld für intelligentes und digital unterstütztes Parken möchte die Kreisstadt Merzig im Bereich des automatisierten Fahrens eine führende Rolle einnehmen“, erklärte Bürgermeister Marcus Hoffeld und verwies auf zwei weitere innovative Forschungsprojekte, die in Merzig durchgeführt werden. So führt beispielsweise Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker mit seinem Forschungsteam „Verkehrstelematik“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) bereits seit zwei Jahren erfolgreich das Forschungsprojekte in Merzig durch.
„Das Engagement der T-Systems in Merzig zeigt, dass wir mit unseren saarländischen IT-Kompetenzen und den vielen klugen und engagierten Köpfen bei der Entwicklung einer intelligenten Verkehrsinfrastruktur vorne mitspielen können“, betonte Ministerin Anke Rehlinger bei der Projektpräsentation. „Als vor knapp einem Jahr die Idee auf den Weg gebracht wurde, war für viele Smart Mobility mehr Vision als Realität. Ab heute bildet das digitale Parken in Merzig einen weiteren wichtigen Baustein bei der Erprobung des automatisierten und vernetzten Fahrens im Saarland – neben dem Digitalen Testfeld Deutschland Frankreich und der Forschungskreuzung der htw saar“, sagte die Ministerin. Sie sagte: „Die Infrastruktur bietet eine gute Grundlage für neue digitale Geschäftsmodelle“. Die Idee zum digitalen Parken sei sehr erfolgsversprechend und hierauf müsse aufgebaut werden, um weitere sichtbare Projekte zu entwickeln. Die von ihr eingesetzte KommuT-Systems - Geschäftsführerin für Digital Division und Telekom Security, Anette Bronder betonte, dass die Stadt Merzig Modellcharakter hat, auf die man sich in anderen Staädten stützen wolle. nikations- und Koordinierungsstelle zum vernetzten Fahren im Saarland stehe als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung. Bei der Entwicklung des Digitalen Testfelds Deutschland-Frankreich habe sich die Arbeit der Stelle bereits bewährt.
„Die Nachfrage nach neuen Mobilitätskonzepten wächst rasant – bei Städten und deren Bürgern“, erklärte Anette Bronder. „Wir planen zurzeit Pilotprojekte für Smart Parking in sechs deutschen Städten. Die Basis dafür sind leistungsfähige Netze, vor allem neue Standards wie das Narrow-Band-IoT, und sichere Cloud-Lösungen“, erklärte Bronder. „Mit dem Feldtest in Merzig verproben wir neue Sensor- und Detektionstechnologien, um noch in diesem Jahr unseren deutschlandweiten Parkservice zu starten.“
Zum Abschluss der Erläuterungen wurde auf dem St. Medard Platz der letzte Sensor eingebaut und damit die Testphase offiziell begonnen. Unser Foto zeig (v.L.) Bürgermeister Marcus Hoffeld, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, T-Systems Geschäftsführerin für für Digital Division und Telekom Security, Anette Bronder.Mit dem Einbau des letzten Sensors mit Unterstützung des Projektpartners STRABAG auf dem St. Médard-Platz erfolgte der offizielle Beginn der Testphase, die bis Ende 2017 laufen soll.
Mi Hilfe eines Films wurde im Sitzungssaal des Rathauses die Funktionsweise der Parksensoren erläutert. „Ziel des Testfeldes ist die Evaluierung der Funktionsfähigkeit von Parksensoren und die zuverlässige Erkennung von freien Parkplätzen. Dabei sollen verschiedene Parksituationen, getestet werden, um daraus entstehende Erkenntnisse frühzeitig in die weitere Entwicklung einfließen lassen zu können“. Trotz des Tests können alle Parkplätze ohne Einschränkungen weiterhin genutzt werden, da die Evaluierung im normalen Verkehrsbetrieb erfolgt. Dabei werden lediglich Parkplatzbelegungsinformationen für die Analyse erhoben, persönliche Daten werden nicht erfasst.
„Da der Kreisstadt Merzig ein System zur Verfügung gestellt wird, das die Parkplatzbelegung aufzeigt, werden auch die Merziger Bürgerinnen und Bürger in Zukunft von diesem Forschungsprojekt profitieren“, erklärte Bürgermeister Hoffeld abschließend.

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