Der Viez lockte und viele ließen sich verlocken

Merzig. Viezfest, traditionell einer der Höhepunkte der Merziger Oktoberfestwoche lockte auch bei seiner 48. Auflage am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher in die „Kreisstadt im Grünen“ wie sich Merzig gerne nennt. Die Jagdhornbläser um Heiner Pfeifer gaben daSchirmherr Frank Jakobs bei seinem Grußwort  8138s musikalische Startsignal, danach begrüßte Bürgermeister Marcus Hoffeld auf den Stufen des historischen Merziger Stadthauses die Gäste, unter ihnen Weihbischof Robert Brahm, die Landtagsabgeordneten Martina Holzner und Frank Wagner, Ortsvorsteher Manfred Klein sowie besonders den Schirmherrn des Viezfestes Frank Jakobs, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Merzig-Wadern sowie viele weitere Besucher. Er bedankte sich bei den 31 teilnehmenden Beim RundgangVereinen und ihren vielfältigen Helfern, den Standbetreibern, der Merziger Fruchtsaft, die durch Norbert Schramm und Ute Habermann vertreten wurde, den Musikvereinen, den Hilfsorganisationen, der Polizei und der Feuerwehr und last but not least bei den Mitgliedern des Stadtmarketings für ihr Engagement. Das Merziger Viezfest, so betonte der Verwaltungschef, ist nach wie vor das größte Volksfest an der unteren Saar, das immer wieder 30 – 40 000 Besucher nach Merzig bringe. Das Angebot, die Mischung aus leckeren kulinarischen Angeboten, vielfältigen musikalischen Darbietungen und natürlich dem besonderen Produkt des Tages,dem Viez, in seinen vielen verschiedenen Varianten mal süß, mal feinherb, mal sauer, mal kalt, mal warm war natürlich verführerisch vielfältig.

Für die Helfer gibt’s ein FestViezkönigin uns Schirmherr

Schirmherr Frank Jakobs, der aus den Händen von Norbert Schramm das obligatorische viezgefüllte Holzfäßchen erhielt, bedankte sich gleichermaßen bei den 31 teilnehmenden Vereinen, deren Mitwirkung eine Botschaft an die Region sei. Und diese vernahmen mit Freude, dass es für die Helfer ein Dankeschönfest geben wird, das die Sparkasse ausrichten wird, verbunden mit einem Obolus für die engagierten Vereine. Das Viezfest sei ein Tag, hob Jakobs hervor, an dem viele nach Merzig heimkehrten, auch Einheimische, die ihrem Beruf in anderen Regionen nachgingen, um Freunde zu treffen und um zu feiern.
Zum Feiern lud auch Viezkönigin Salome I. ein, die in ihrem Grußwort einiges über die Geschichte des Viezes8160 erzählte und daran erinnerte, dass der Apfelwein früher das Getränk der ärmeren Leute war, die sich den teureren vergorenen Traubensaft nicht leisten konnten. Nach diesem „offiziellen“ Startschuss begann der zur Tradition gehörende Rundgang, an dessen Beginn zumeist die Übernahme des Taktstocks bei einem der Orchester durch den Schirmherrn steht. Und Frank Jakobs, Hans Dampf in vielen Gassen, bewies dass der geübte Musiker auch dies beherrscht. Anschließend dann der Besuche an vielen Ständen zusammen mit der Viezkönigin und ihren Prinzessinnen und einer ganzen Reihe von weiteren „Hoheiten“ – der Viez lockte. Viele Kontakte wurden erneuert oder neu geknüpft, manches Gespräch geführt, Erinnerungen ausgetauscht, neue Gedanken entworfen, kurz all die Dinge, die ein solches Fest lebendig machen und am Leben erhalten. führten dazu, dass am Ende viel sagten „es war mal wieder wunderschön“.

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