27. Kunst- und Hobbyausstellung Schmelz – Neues mischt sich mit Bewährtem

Schmelz. Gut besucht war der erste Tag der 27. Kunst- und Hobbyausstellung Schmelz in der Primshalle. Eröffnet wurde sie vom ersten Beigeordneten der Gemeinde, Wolfram Lang, zugleich Schirmherr der Ausstellung und Landrat Patrik Lauer.
Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Jagdhornbläsercorps Mittleres Primstal unter der Leitung von Ronald Herrmann.
Wolfram Lang, der den wegen einer Familienangelegenheit verhinderten Bürgermeister Armin Landrat Lauer beim Verkauf von LosenEmanuel vertrat, bedankte sich bei den Austellern, deren Zahl weiter gestiegen ist, für ihr Engagement. Dank sagte er auch den kommunalen Mitarbeitern u.a. vom Bauhof und dem Hausmeister der Halle, ohne deren Unterstützung eine solche Veranstaltung gar nicht möglich sei. Er hieß auch Landrat Patrik Lauer willkommen und erinnerte daran, dass dieser bei seiner Wahl zum Landrat zugesagt habe, regelmäßig an der Ausstellung teilzunehmen und auch regelmäßig im Stand der Tombola beim Losverkauf mitzuwirken – ein Versprechen, das er auch stets eingehalten hat. Der Beigeordnete hieß neben den Besuchern, auch die Beigeordneten und Ortsvorsteher sowie etliche Gemeinderatsmitglieder willkommen. Er wies darauf hin, dass Ortsvorsteher Günter Huberty ein Abendessen für zwei Personen in der Schmelzer Gastronomie als Sonderpreis für die Tombola gestiftet habe.
Sabine Jochum zeigte TonarbeitenLandrat Lauer sagte, dass er gerne zu der Ausstellung komme und sein Wort einlöse, denn die Schmelzer Kultur- und Hobbyausstellung sei mit ihren vielfältigen Angeboten etwas Besonderes. Er fühle sich schon fast heimisch und werde auch zukünftig zu seinem Wort stehen. Vorausschauend kündigte er an, dass er 2019 wieder ein Abendessen für zwei Personen mit dem Landrat spenden werde – Lauer hatte vor zwei Jahren erstmals eine solche Spende getätigt.
Die Tombola hat auch in diesem Jahr stolze 3000 Preise, darunter 2 Eintrittskarten für ein Spiel des FC Bayern München in der Allianzarena, ein großer Flachbildschirm , Bollerwagen, Kapselkaffeemaschinen, Werkzeugkofferrollis und vieles mehr. Wie in jedem Jahr steht auch in diesem Jahr die Unterstützung karitativer und sozialer Einrichtungen im Mittelpunkt. Dabei soll die bisher erzielte Spendensumme von fast 125 000 Euro weiter aufgestockt werden.
Die Primshalle war wieder einmal bis zum letzten Platz mit Ausstellern gefüllt, etliche Interessenten mussten abgewiesen werden, einfach weil kein Platz mehr frei war. Unter den 9581 Engelskulpuren Ausstellern etliche, die bereits seit vielen Jahren dabei sind, aber auch in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe von Ausstellern, die erstmals ihre vielfältigen Werke in Schmelz präsentierten wie zum Beispiel Rita und Manfred Lesch, die Engelsskulpturen herstellen und dabei als Body heimische Hölzer verwenden und die „Flügel“ auch Blechscheiben schneiden, die dann einem künstlichen Alterungsprozess unterzogen werden. Neu auch die Malerin Ludmilla Ukrow aus dem Ural, die seit dem Jahr 2000 in Heusweiler lebt und Gemälde in Acryl und in Öl zeigt, die sich dadurch auszeichnen, dass die Liebe zum Detail und die Leidenschaft für die Motive erkennbar ist. Willi Schissler aus Saarlouis hat schon als Kind gemalt. Er berichtet dass er bereits als Grundschüler oder Volksschüler wie man damals sagte gute Unterstützung durch seinen Lehrer hatte. Bereits in dieser Zeit sei auch durch die Bibel, deren Anfangsbuchstaben häufig Kalligraphien waren oder das Lesebuch, in dem man manche Schnitte und Federzeichnungen fand sein Interesse so gestärkt worden, das sein späterer Beruf als Maler- und Lackiermeister eigentlich Willi Schissler beim Herstellen von Scherenschnittenvorgegeben war. Ergänzt wurde der Beruf durch Scherenschnitte, von denen er auch einige während der Ausstellung in Schmelz anfertigte, Intarsien und manches mehr. Sabine Jochum aus Wemmetsweiler hat Tonarbeiten zu ihrem Hobby gemacht, ein Hobby das sie so meisterlich beherrscht, dass man die Ergebnisse durchaus als professionell bezeichnen kann. All die vielen Dinge, die man in der Ausstellung findet wie unterschiedlichste Schmuckgegenstände, Mineralien, weihnachtliche Gestecke, Krippen, Schnitzarbeiten, Patchworkarbeiten, Vogelhäuschen , Tabakpfeifen, Malarbeiten in den verschiedensten Techniken – lassen sich nicht alle aufzählen. Ein Sonntagsausflug in die Primshalle nach Schmelz ist also empfehlenswert, nur Zeit, die sollte man mitbringen. Bei einem Päuschen zwischendurch sorgt das Deutsche Rote Kreuz des Ortsvereins Hüttersdorf für die notwendige Stärkung. Geöffnet ist die Ausstellung am Sonntag von 10 – 18 Uhr.

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