Bollen mit Topp-Programm

Hülzweiler (aram).Auch im Jahr 2010 bewiesen die Bollen aus Hülzweiler, dass sie ohne „Stars“ von außen ein Topp-Programm auf die Beine stellen können. Der 1975 gegründete Karnevalsverein verfügt aber auch über eine Vielzahl von Mitgliedern, über 800 sind es heute. 180 davon stehen aktiv bei den Kappensitzungen auf der Bühne. Ein Aktivposten Wort und Gesangsbeiträge wechselten sich ab 4977 ist sicher auch die eigenständige Jugendabteilung, die 1995 gegründet wurde und bereits 2003 zur größten Jugendabteilung Deutschlands ernannt wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass man die drei Sitzungen, die die Bollen in der Fasnachtszeit gestalten ohne fremde Unterstützung erfolgreich gestalten kann.
Auch in diesem Jahr waren es rund 1500 Besucher, die die Sitzungen besuchten. Das Programm war bunt gemischt, Tänze, Büttenreden, Parodien waren zu einem unterhaltsamen bunten Strauß zusammengebunden – es zeigte sich einmal mehr, die Mischung macht’s – und die stimmte in Hülzweiler.
Der Bollenchor parodierte.4990 Eröffnet wurde der fastnachtliche Reigen vom Kreativkreis mit dem Tanz der Vampire, dem nach dem offiziellen Einmarsch die Begrüßung durch Sitzungspräsident Theo Dincher folgte.
Elisa Ney zeigte als „Quasselstrip“, dass man starke Nerven braucht, wenn man einer solchen ausgeliefert ist. Ein Marschtanz der Juniorengarde machte erstmals an diesem Abend deutlich, dass die Bollen über einen riesigen Fundus hübscher junger Damen verfügt, die Talent für das Tanzen mitbringen. Dieser Eindruck verfestigte sich bei den späteren Auftritten der übrigen Garden. Aber auch in den Wortbeiträgen wie Einfach Spitze -die Garden 5072 etwa Norbert Jochems „Wintersportler“- und in den Gesangsbeiträgen bei Alexandra Gleixner und Markus Thömmes als Malutzi Krötenkotz und Professor Meckermann gab es viele Höhepunkte. Der Bollenchor setzte vor der Pause mit seinem Beitrag gelungenen Höhepunkt. Er spannte in seinem Beitrag den weit gefassten Bogen. Im Saarland sei die große Politik zu Hause; so habe es einst einen Erich gegeben, der die Weltpolitik mit bestimmte. Später habe die Saar einen Oscar erhalten und jetzt gebe es Jamaika – vielleicht habe man damit aber auch den schwarzen Peter gezogen…., natürlich spielten die Wahlen des Vorjahres eine Rolle mit „Mutti Angie“ oder auch der Herr der Ringe, denn im Saarland gebe es einen Ring, der sei geboren um Hunger zu stillen, den Ring Lyoner.
Erlebnisse von zwei Dollbohrern. 5012 In den zweiten Teil startete man mit der Apres Ski Party der Juniorengarde, nach der die zwei Dollbohrer (Uwe Hahner und Michael Schwed) ihre Erlebnisse austauschten. Eine gelungene Tanzdarbietung des Vorstandes der Jugendabteilung ließ die Blues Brothers lebendig werden, bevor in einer amüsanten Supertalent Parodie das „Bollen Supertalent“ gesucht wurde; das Publikum traf hier die Entscheidung. Das Männerballett ist aus den Sitzungen der Bollen nicht wegzudenken – diesmal war es der „Schuh des Manitu“, der sehr geschickt dargeboten wurde.
Interessante Erlebnisse hatten auch in diesem Jahr „Da Letscht und sein Kamerad“ (Uwe König und Günter Woll). Auch „da Antonio“ (Michael Reidenbach) hatte interessante Erlebnisse mit seiner Frau und seiner Familie. Mit dem Showtanz „Rockstars“ setzte die ausgesprochen große Tanzgarde einen beachtenswerten Schlusspunkt bevor das Finale mit dem Bollenschlager nochmals alle Aktiven auf die Bühne rief.

Mehr Bilder der Kappensitzung gibt unter der Rubrik ‚Bildergalerien‘ oder hier

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