Die Linsenkönigin: erst musste sie getauft werden

Merzig-Besseringen. Zum 32. Mal feierte man in Besseringen das ebenso traditionelle wie auch beliebte Linsenfest. Die Beliebtheit des Festes lässt sich an der SI 4326Teilnahme zahlreicher Gäste aus Politik und Wirtschaft ablesen. So konnte Ortsvorsteher Klaus Lorenz Landrätin Daniela Schlegel Friedrich, Oberbürgermeister Dr. Alfons Lauer und natürlich besonders den diesjährigen Schirmherrn, den Vorsitzenden der saarländischen Sportjournalisten Thomas Wollscheid begrüßen.
Oberbürgermeister Lauer hob in seinem Grußwort die lange Tradition des Linsenfestes hervor und lobte die teilnehmenden Vereine für ihr Engagement. Dankesworte richtete er an die Organisatoren des Festes, an Ortsvorsteher Klaus Lorenz, besonders an „Queen Mom“ Monika Heinz.
Schirmherr Thomas WSI 4329ollscheid, der seiner Aufgabe entsprechend gutes Wetter mitgebracht hatte, erklärte, es sei eine ausgezeichnete Idee gewesen vor 32 Jahren aus der Linsenanbautradition ein Linsenfest zu machen, das Beste daran sei die Installation einer Linsenkönigin. Bevor die neue Linsenkönigin ihr Amt antreten konnte, galt es die bisherige Linsenkönigin Sandra I. und Linsenprinz Tim zu verabschieden. Sandra betonte ihre zwei Jahre dauernde Amtszeit sei wunderschön gewesen, sie möchte keinen Tag davon missen. Ihrer Nachfolgerin wünschte sie Erfolg.
Die Nachfolgerin war keine Unbekannte, sie war zum Zeitpunkt der Inthronisation noch amtierende Viezkönigin – ein Unikat sozusagen, denn sie war die erste Linsenkönigin, die – wenn auch nur für kurze Zeit – gleichzeitig Viezkönigin und Linsenkönigin war.
Lisa I. wohnt in Saarhölzbach und hätte eigentlich deshalb nicht Linsenkönigin werden können. Deshalb erlebte sie am Vorabend eine Taufe der besonderen Art: die Linsentaufe.SI 4335 In einem schmucken Taufkleidchen unter der Obhut ihres Taufpaten Johannes Laubenthal, der im beruflichen Alltag auch ihr Chef ist, empfing sie durch „Pastorin“ Gudrun Cadario die hohen Besseringer Weihen. Sie musste dabei erklären „Ich gelobe in Zukunft nach den Gewohnheiten der Besseringer Linsenfresser zu leben und sich nie zu schämen, ein Linsenfresser zu sein“.
Die Krönung nahm Schirmherr Thomas Wollscheid vor. Anschließend folgten die Glückwünsche der Ehrengäste, an der Spitze die der Landrätin sowie der zahlreich vertretenen „Hoheiten“ aus den umliegenden Gemeinden. Der offizielle Start für das 32. Linsenfest fiel dann mit dem gelungenen Fassanstich durch den Schirmherrn. Das sich über zwei Tage erstreckende Fest erwies sich erneut als ein Publikumsmagnet, der viele Besucher aus nah und fern in die „Linsengemeinde“ lockte.

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