US-Delegation besuchte Unternehmen im Landkreis Saarlouis

Kreis Saarlouis. „Unser Landkreis liegt im Herzen Europas. Optimale Verkehrsanbindungen und die nötigen Infrastrukturen vor Ort bieten unseren Unternehmen passende Standortfaktoren“, so beschrieb der Landrat Patrik Lauer im April dieses Jahres die wirtschaftlichen Vorteile des Landkreises einer fünfköpfigen Delegation Blount County im Bundesstaat Tennessee. Jürgen Pohl, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungsverband Untere Saar (WFUS) war von Anfang an recht zuversichtlich, die wirtschaftlichen Kontakte über den Teich zu intensivieren. Landrat Patrik Lauer (r.) und Jürgen Pohl (l.) begrüßten die elfköpfige Delegation aus Blount County. „Blount County hat eine mit dem Landkreis vergleichbare Wirtschaftsstruktur, liegt zentral im Technologie-Korridor von Tennessee und gehört zu den am schnellsten wachsensen Regionen der USA“, betonte Jürgen Pohl beim Empfang einer elfköpfigen Delegation. Mit dabei waren wiederum Bryan Daniels, Präsident von „Blount Partnership“, Mark Johnson, Bürgermeister von Alcoa, wie auch Dr. Eike Jordan und Benedikt Ibing von „Pegasus Partners“, die von Atlanta aus Ausschau nach adäquaten Wirtschaftsunternehmen in Deutschland halten. Benedikt Ibing versteht sich als „Standortwahlberater für den Mittelstand“ und hat für Blount County eine langfristige Strategie entwickelt, Partner in Europa zu finden. Das Saarland und im ganz Speziellen der Landkreis Saarlouis passe in sein Vorhaben, dass sich auf der wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Schiene Firmen herausgründen, die sich im Saarland oder in Blount County niederlassen. „Der bisherige Ansatz ist lobenswert“, fasst Ibing zusammen und lud für März 2015 zum Gegenbesuch ein.
Geschäftsführer Jan Haßdenteufel und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl (v.l.) beim Rundgang mit den amerikanischen Gästen durch das Werk von Nedschroef in Fraulautern.Landrat Patrik Lauer und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl präsentierten den amerikanischen Gästen, darunter fünf Unternehmensvertreter, ein Universitätsprofessor wie auch eine Tourismus-Managerin, zwei bereits global agierende Großunternehmen, nämlich die Firmen Nedschroef in Fraulautern und ISL im Ford-Supplier Park. Beide Firmen stellten sich den amerikanischen Gästen bei ihrem Besuch detailliert vor.
Beim Abschlusstreffen im Restaurant Altes Pfarrhaus in Beaumarais hatten die amerikanischen Gäste die Gelegenheit, Gespräche mit weiteren Firmenvertretern aus der Region, u.a. aus der Nanotechnologie, Automobil- und Stahlbranche, wie auch der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar mbH und dem Präsidenten des Deutsch-amerikanischen Instituts Saarbrücken, Bruno von Lutz, zu führen.
Auf der Basis der zwischen den Unternehmen aus dem Landkreis Saarlouis und Blount County geführten Gespräche, in denen bereits erste konkrete Kooperationsmöglichkeiten geprüft wurden, werden nun bis zum Frühjahr 2015 die geknüpften Kontakte über den „Großen Teich“ hinweg weiter entwickelt. „Ziel“, erklärte WF Geschäftsführer Pohl, „soll auf jeden Fall sein, in 2015 gemeinsam mit einer saarländischen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation auch die Wirtschaftsregion Saarlouis in Tennessee zu präsentieren, um Unternehmen des Landkreises die Chance eines Markteintritts bzw. einer verstärkten Marktpräsenz in den USA zu eröffnen.“ Ebenso sollen im Bildungs- und Tourismusbereich sowie im Kultur- und Jugendaustausch gemeinsame Projekte ausgelotet werden. (pdl).

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