Auf und davon – Dauerschmunzeln war angesagt

 

Dillingen. Eine spritzige Komödie lockte dieser Tage zahlreiche Besucher in die Dillinger9287 Stadthalle. Peter Yeldhams „Auf und davon“ stand auf dem Spielplan. Das Stück ist eine Gaunerkomödie, darin eingebunden eine Dreiecksbeziehung, die es in sich hatte. Zwei junge Damen, Elisabeth (Natalie O’Hara) und Josephine (Martine Schrey) reisen um die Welt und nehmen in den Luxushotels der Welt Männer aus. Dafür schlüpfen sie wechselweise in die Rolle einer Gräfin, die gerade einen vorübergehenden finanziellen Engpass erlebt und ihre Zofe. Natürlich brechen sie Männerherzen rauen Mengen, natürlich wollen diese der Gräfin helfen und stellen einen Scheck aus, in der Regel in beträchtlicher Höhe. Wenn sie dann aber ihren Lohn einfordern – etwa in Form eines sexuellen‘9314Abenteuers ist die Gräfin entsetzt, verärgert zerreißt sie den Scheck, scheinbar. In Wirklichkeit ist die Zofe bereits auf dem Weg zur Bank, wo sie den Scheck einlöst. Bis die um die Schäferstunde geprellten Männer feststellen, dass sie gelinkt worden sind, sitzen die beiden Damen bereits im Flugzeug auf dem Weg zu neuen Abenteuern. Das geht lange gut, bis eines Tages jemand auftaucht, der das Spiel durchschaut: Charlie (Max Tidof) tritt zunächst als New Yorker Banker auf, verfällt scheinbar dem Charme des weiblichen Duos und durchschaut doch Elisabeth und Josephine, nennt sie ausgekochte Betrügerinnen, fordert sein Geld zurück, verwandelt sich plötzlich in einen Polizeiinspektor, droht mit Verhaftung und ist aber selbst ein mit allen Wassern gewaschenes Schlitzohr. Allerdings ist man nie ganz sicher, ob er Ganove oder rechtschaffener Bürger, Gauner oder Polizist ist. Die Lösung ist eine ganz andere, zunächst jedenfalls.

Aus dem Duo wird ein Trio

9313Aus dem schwindelnden Damen-Duo wird ein Trio, das „Geschäft“ läuft wie geschmiert. Zumindest solange bis beide Damen ein Auge auf Charlie werfen. Der jedoch nimmt von beiden, was er kriegen kann, verspricht beiden, dass sie die einzig wahre Liebe seien. Die jeweils andere durchschaut ihn nicht. Die drei greifen zu den unterschiedlichsten Tricks, nie weiß man genau, wer gerade wen austrickst. Das Spiel mit dem Feuer ist zwar mühsam, aber es gelingt dem Schlitzohr eine Zeit lang, bis ihm die beiden Damen auf die Schliche kommen und ihn im Badezimmer eines Hotels in Istanbul eingesperrt zurücklassen und wieder alleine auf Anschaffungstour gehen. Doch Charlie, der sich zwischendurch aus dem New Yorker Bankdirektor zum Schweizer Banker verwandelt und in breitem Schwyzerdütsch Erinnerungen an einen bekannten deutschen Banker wach werden lässt, findet heraus, dass sich die beiden in Tokyo aufhalten, reist ihnen nach, bringt einen Freund mit, der sich zum japanischen Polizeiinspektor (9322Axel Weidemann) verwandelt und die beiden Heiratsschwindlerinnen festnehmen will bis ja bis Charlie zum Retter wird und…
Das Publikum erlebte gut zweieinhalb Stunden mit vielen humorigen Gags, mit einem glänzend aufgelegten Max Tidof, dem man die Spielfreude, mit der er immer wieder in eine andere Rolle schlüpfte, deutlich anmerkte. Martine Schrey und Natalie O’Hara, sorgten mit ihren Tricksereien gleichermaßen immer wieder für Heiterkeitserfolge.
Und am Ende war das erreicht was eine gute Komödie eigentlich immer zu Ziel hat: das Publikum verließ das Theater wohlgelaunt mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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