Ausverkauft! Ausverkauft! Das Merziger Neujahrskonzert war ein Hit

Merzig. Das Neujahrskonzert hat seine Tradition, in Merzig und auch anderswo. In Merzig steht dann meist die klassische leichte Muse auf dem Programm. Waren es in der Vergangenheit oftmals Wiener Schmankerl mit Stefan Hellberg, so kamen in diesem Jahr Kölner Symphoniker in die Kreisstadt. Die Kölner Symphoniker das ist ein verhältnismäßig junges Orchester, das vor 20 Jahren entstanden ist, mit dem Ziel jungen Musikern den Weg zu bereiten auf die Bretter, die bekanntlich für viele Künstler die Welt bedeuten. An dieser Zielsetzung hat sich nicht unendlich viel geändert. Allerdings entwickelte sich aus den aus den Kölner Symphonikern ein Tourneetheater, das mittlerweile weithin einen ausgezeichneten Ruf hat und sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen kann. Parallel zu dem Tourneetheater entstand auch eine feste Bühne in Pulheim. Geleitet werden Kölner Symphoniker ebenso wie die Kölner Kammeroper von Inga Hilsberg.Inga Hilsberg dirigierte das Orchester einfühlsam und temperamentvoll zugleich

 

Ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm
In diesem Jahr stand nun das Merziger Neujahrskonzert auf dem Programm. Direkt im Eingangsbereich der Stadthalle prangte ein Schild auf dem in großen Buchstaben gleich zweimal „Ausverkauft“ zu lesen war. Mitgebracht hatten die Kölner Musiker einen bunten Melodienstrauss aus Operettenmelodien und Opernarien.

Im ersten Teil spannte sich ein Bogen von „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehars „Land des Lächelns“ über Johann Strauss Sohn „An der schönen blauen Donau“ oder zur „Fledermaus“ bekanntlich ja ebenfalls eine der erfolgreichsten Operetten aus der Strauss-Ära. Über den ungarischen Tanz von Johannes Brahms gelangte man in das „Weiße Rössl“ von Ralph Benatzky, bevor es mit dem Trinklied aus „La Traviata“ in die Pause ging. Zu erwähnen bleibt, dass aus den einzelnen Musikwerken durchschnittlich drei Lieder oder Arien vorgetragen wurden. Das Orchester wurde mit viel Feingefühl, dort wo es notwendig war aber auch mit großem Temperament von Inga Hilsberg geleitet, die bei einigen Stücken ihrer AAuch Assistentin Yaorina Bae hatte Gelegenheit sich auszuzeichnenssistentin Yoarina Bae Gelegenheit gab, sich mit dem Dirigentenstab auszuzeichnen. Frauenpower zeigt sich bei den Kölner Symphonikern aber nicht nur am Dirigentenpult, sondern auch in der Besetzung des Orchesters, das zu etwa einem Viertel aus weiblichen Mitgliedern besteht.
Inga Hilsberg versteht es nicht nur ausgezeichnet, ihr Orchester zu führen, zwischen den einzelnen Musikstücken erwies sie sich zudem als charmante Moderatorin, die elegante Übergänge zu den einzelnen Darbietungen schuf.
Großes Können erforderte das Konzert für Koloratursopran und Orchester von Reinhold Glière, mit dem Esther Hilsberg nach der Pause in den zweiten Teil einleitete. Ein Esther Hilsberg brillierte mit ihrem Koloratur-Sorpan beim Merziger NeujahrskonzertKoloratursopran ist bekanntlich eine Sopran-Stimme mit Koloratur-Fähigkeit, das ist eine besondere Beweglichkeit vor allem im hohen Tonbereich. Danach ein Ausflug ins Musicalfach zu dem vielleicht erfolgreichsten Musical aller Zeiten, zu „My fair Lady“ mit Titeln wie „Ich hätt getanzt heut Nacht“ oder „Hei, heute morgen mach ich Hochzeit“. Es folgte mit „Donner und Blitz“ eine Schnellpolka wieder von Johann Strauß Sohn bevor dann zum Abschluss des zweiten Teils Lieder aus Eduard Künnekes bekanntester Operette „Der Vetter aus Dingsda“ auf dem Programm standen. Aus dieser Operette wurden etliche Titel wie „Strahlender Mond“ gewissermaßen zu ScEnsemble und Orchester erwiesen sich als äußerst vielseitig.hlagern.– Die Operette ist im übrigen auf dem aktuellen Spielplan der Kölner Symphoniker zu finden und wird am 15. Februar in der Merziger Stadthalle aufgeführt, in der gleichen Besetzung.
Natürlich war nach dem „offiziellen“ zweiten Teil des Konzertes noch nicht Schluss, natürlich gab es laute Zugaberufe und natürlich wurden diese erhört. Funiculi, Funicula, das berühmte neapolitanische Volkslied zunächst und dann, bei einem Neujahrskonzert fast unvermeidlich, der Radetzky-Marsch.
Solistinnen waren: Kelsey Frost-Steele, Alisha Funken, Esther Hilsberg, Ulrike Jöris, Isabel Reinhard, Solisten: Markus Lürick, Alexander Milner, Joan Ribalta und Tyler Steele.

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