Auf die Saarlouis Royals wartet ein Neuanfang

Saarlouis. Mit 89:75 (43:35) gewinnen die Wasserburger Basketball-Damen am letzten Spieltag der DBBL-Hauptrunde gegen die Gäste vom TV Saarlouis. Vor der Partie standen die Innstädterinnen bereits als Hauptrunden-Vizemeister fest und auch für Saarlouis war weder eine bessere noch eine schlechtere Platzierung als Rang neun möglich. So boten die beiden Teams dem Publikum der sehr gut gefüllten Badria-Halle eine lockere Partie mit vielen Punkten und insgesamt 19 versenkten Dreiern bei hervorragenden Quoten von über 40 Prozent für beide Clubs.
Die Gastgeberinnen starteten hellwach und führten schnell mit 8:0 und 21:8. „Dann haben wir den Gegnern zu viele leichte Körbe ermöglicht“, ärgerte sich Head-Coach Nikolay Gospodinov, der mit der Verteidigungsleistung seiner Mannschaft absolut nicht zufrieden war. Die Gäste kämpften sich immer wieder heran, zum Beispiel zum 43:35-Halbzeitstand und zum 70:65 nach 33 Minuten. Aber immer wenn es enger wurde, erhöhten die Wasserburgerinnen die Schlagzahl und siegten letztendlich verdient mit 89:75.
Nachdem die Royals das erste Viertel deutlich mit 29:17 an die Gastgeberinnen abgegeben hatten, schien man sich bei Saarlouis daran zu erinnern, dass die Zeit, in der man den Wasserburgerinnen auf Augenhöhe begegnen konnte noch nicht so lange zurück liegt: man holte auf und hatte beim Spielstand von 27:31 nur noch vier Punkte Rückstand. Doch jetzt legte das Team von der Stadt an der Inn einen Zahn zu und vergrößerte den Vorsprung wieder auf 14 Punkte, der dann von den Royals bis zur Pause wieder auf 8 Punkte verringert werden konnte.
Nach der Pause zeigten die Gastgeberinnen  erneut was ein gut besetzter Kader, in dem fast jede Spielerin gleichwertig ersetzt werden kann, wert ist: das Viertel blieb mit 27:20 an der Inn. Damit war ein Zwischenstand von 70:55 erreicht und die Heimmannschaft konnte wieder einen Gang Sabine Niedola ) 8221zurückschalten und es sich auch leisten dieses Viertel mit 19:20 abzugeben.
Bei Saarlouis zeigte Sabine Niedola mit ihrem erneuten Double Double bei 17 Punkten und 15 Rebounds, dass sie nur schwer zu ersetzen sein wird, sofern nicht ein kleines Wunder geschieht und sie doch an der Saar bleibt. Ebenfalls 17 Punkte erzielte Paige Crozon, die aber gleichfalls bereits auf gepackten Koffern sitzt und am Mittwoch in ihre Heimat Canada zurückkehren wird. Da mit Levke Brodersen, Jamailah Adams und Magaly Meynadier drei weiterPaige Crozon 8114e Spitzenspielerinnen den Verein verlassen werden und mit Nadeschda Ilmberger eine weitere starke Spielerin nach ihrer Kreuzbandoperation auf unbestimmte Zeit ausfällt, steht bei den Saarlouis Royals   Neuanfang und ein Neuaufbau auf der Tagesordnung. Ob es gelingt mit der vorgesehenen Marschroute „ein solides Team aufzubauen, das den Abstieg vermeidet“ Spielerinnen an die Saar zu locken, deren Können und Talent über dem Durchschnitt liegt, bleibt abzuwarten, denn ehrgeizige Spielerinnen wollen zumeist etwas mehr. Die Verantwortlichen wollen in den nächsten Wochen die Karten auf den Tisch legen. Man darf gespannt sein.

In der Bundesliga beginnt am kommenden Wochenende das Pokalfinale mit den TOP 4, bei dem der TSV Wasserburg auf die Veilchen Ladies aus Göttingen trifft, die nach einem fulminanten Endspurt den Abstieg aus der Bundesliga gerade noch vermeiden konnten. Im zweiten Halbfinalspiel treffen die ChemCats aus Chemnitz auf die Rutronik Stars aus Keltern.
Eine Woche später beginnen die PlayOffs, bei denen in der ersten Runde Keltern auf Chemnitz, Wasserburg auf Hannover, Herne auf Nördlingen und Bad Aibling auf Marburg trifft.

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