Konzert mit Clemens Bittlinger und Pater Anselm Grün in der Pfarrkirche Lisdorf

Lisdorf. Die Halleluja-Singers starten im März ein neues, spannendes Projekt. Zum bekannten Abendgebet „Herr kehre ein in dieses Haus“ wird ein multimediales Dialogkonzert veranstaltet. Benediktinerpater Anselm Grün und Liedermacher Clemens Bittlinger interpretieren die einzelnen Bitten dieses Mut machenden und trostvollen Textes in zeitgemäßer Weise neu. Der Chor wird einige Lieder begleiten und auch das Publikum wird immer wieder eingeladen mitzusingen. Musikalische Unterstützung erhält Bittlinger von dem Schweizer Pianisten David Plüss und Multiinstrumentalisten David Kandert. Alle drei sind in Beaumarais bereits mehrfach Pater Anselm Grün. bmit dem Chor aufgetreten. Mit Pater Anselm Grün verbindet Bittlinger eine langjährige Freundschaft. Ihre legendären gemeinsamen Konzertabende zur jeweiligen Losung sind bei den großen Kirchentagen kaum mehr wegzudenken. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz.
Der Eintrittspreis beläuft sich auf 15,00 Euro. Falls noch Karten an der Abendkasse erhältlich sind, kosten diese 18,00 Euro. Wer sich seinen Platz für das multimediale Dialogkonzert am 18. März 2018, 17 Uhr, in der Kirche Lisdorf sichern möchte, sollte jedoch frühzeitig zugreifen.

In der Vorbereitung des Konzertes gab es ein Interview mit Pater Anselm Grün, das uns durch den Stadtverband der kulturellen Vereine zur Verfügung gestellt wurde. Wir geben es nachfolgend wieder:

Sieben Fragen an Pater Anselm Grün (Saarlouis)

Sie treten gemeinsam mit dem Liedermacher Clemens Bittlinger und seinen Musikern unter dem Thema „Herr, kehre ein in dieses Haus – wie wir Frieden finden“ auf, was erwartet die Besucherinnen und Besucher dieses Konzertes?

Clemens wird Lieder von sich singen, die mit das Thema des alten Abendgebetes betreffen, das er eigens vertont hat. Ich werde dazu immer wieder ein paar Gedanken sagen, die zeigen sollen, dass so alte Worte wie dieses Gebet uns auch heute berühren können. Wort und Gesang sollen in die Herzen eindringen und die Menschen mit innerem Frieden erfüllen.

• Welche Bedeutung hat für Sie die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher und evangelischen Pfarrer Clemens Bittlinger?

Seit vielen Jahren treten wir gemeinsam auf bei Katholikentagen und Kirchentagen. Es ist für uns einmal eine schöne ökumenische Zusammenarbeit: ein katholischer Mönch und ein evangelischer Pfarrer. Zum andern ergänzen wir uns in unseren Gedanken und befruchten uns gegenseitig. Das hat auch schon zu gemeinsamen Büchern und CDs geführt. Es ist schön, dass wir gemeinsam die Botschaft Jesu unter die Menschen bringen können.

• Sie leben ja in einem großen Benediktinerkloster in Münsterschwarzach bei Würzburg. Leben Sie da noch als richtiger Mönch oder haben Sie einen Sonderstatus, quasi als „freischaffender Künstler und Buchautor“?

Ich lebe als ganz normaler Mönch. Natürlich bin ich öfter zu Vorträgen auswärts. Aber normalerweise komme ich nachts wieder zurück, so dass ich den Vormittag immer in der Abtei bin. Und die Zeit für das Schreiben nehme ich aus der normalen Zeit, die uns Mönchen dazu bleibt.

• Sie waren Jahrzehntelang der Schatzmeister Ihres Klosters, welche Bedeutung hat Geld für Sie?

Geld braucht man, um etwas Gutes zu bewirken, um etwa unsere Schule zu führen oder unsere Missionsarbeit zu unterstützen. Geld muss den Menschen dienen. Daher war für mich immer wichtig, innerlich frei gegenüber dem Geld zu bleiben.

• Sie haben in den letzten Jahrzehnten etwa 300 Bücher mit einer weltweiten Gesamtauflage von rund 20 Mio Exemplaren veröffentlicht, wie und wann schreiben Sie am besten?

Am besten schreibe ich am Morgen zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr.

• Worüber haben Sie sich im vergangenen Jahr einmal so richtig geärgert und was hat Sie im vergangenen Jahr so richtig gefreut?

Geärgert habe ich mich über den Abbruch der Koalitionsverhandlungen zur Jamaika-Koalition. Da ist eine große Chance  verpasst worden. Gefreut hat mich die Atmosphäre beim letzten Konzert mit Clemens. Da waren die Leute tief bewegt.

• Was verbinden Sie mit dem Konzertort Saarlouis im schönen Saarland?

In Saarlouis war ich noch nie. So bin ich gespannt, was mich dort erwartet. Im Saarland war ich schon öfter. Dort habe ich immer gute Erfahrungen gemacht mit den Zuhörern. So hoffe ich auch jetzt wieder auf eine gute Resonanz.

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