Musikeditionspreis „Best Edition“

Mit dem Deutschen Musikeditionspreis „BEST EDITION“ würdigt der Deutsche Musikverleger – Verband (DMV) seit 1991 die editorische Leistung der deutschen Musikverleger. Er wird für herausragende Qualität bei den Notenausgaben und Musikbüchern verliehen.
2018 wurden zehn herausragende Publikationen von Musikverlagen mit dem Musikeditionspreis „Best Edition“ ausgezeichnet. Die sechsköpfige Jury machte es sich nicht leicht bei der Begutachtung der 93 Einsendungen, die sich um den diesjährigen Musikeditionspreis „Best Edition“ des DMV beworben haben. Am Ende nach vielen Diskussionen schaffte sie es dennoch, aus den qualitativ hochwertigen Einsendungen des letzten Jahres die Publikationen herauszufinden, die sich durch besondere editorische Leistung von den anderen abheben. 
Bert Odenthal, diesjähriger Vorsitzender der Jury: „Die Ausgaben der deutschen Musikverlage stechen traditionell aus der Masse durch besondere Qualität hervor. Hier noch diejenigen zu finden, die sich durch eine außergewöhnliche verlegerische Leistung hervortun, ist eine Herausforderung.“
Besonders erfreulich ist es, dass zu den 10 Preistägern ein saarländischer Musiker gehört. Es ist Ro Gebhardt, der bislang als Jazz-Musiker und Dozent an unzähligen Hochschulen tätig war. Er hat die Spielweisen der großen Improvisierer des Jazz genauestens analysiert und daraus eine Methode entwickelt, die einfach anzuwenden ist und garantiert zu jazzigen Improvisationen führt. Ausgehend von einfachen Arpeggios und Tonleitern, führt Gebhardt Schritt für Schritt in die Geheimnisse der Jazz-Improvisation ein, in eine Sprache, die auch in Stilen wie JazzRock, Fusion, Funk, Blues, ja sogar HipHop gesprochen wird.

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Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: Es gibt bereits sehr viele Bücher auf dem Markt, die sich mit dem Thema Improvisation auseinandersetzen. Viele von ihnen sind sehr theoretisch, sodass Schüler relativ schnell die Lust an diesem Thema verlieren. Das Lehrwerk „Jazz-Alphabet“ jedoch, fiel sofort durch seine sehr gut gegliederten Seiten und seine übersichtliche Struktur ins Auge. Das Thema Jazz-Improvisation und Jazz-Harmonik ist in kleine, sehr gut aufeinander aufbauende Kapitel gegliedert. Durch die beiliegende CD gibt es einige gute Hörbeispiele, durch die man das theoretisch erklärte sehr gut nachvollziehen kann. Ein weiter Pluspunkt ist, dass das Jazz Alphabet nicht nur ein erklärendes Heft mit Beispielen ist, sondern auch als richtiges Arbeitsheft dient. Jedes Kapitel hat Aufgaben, die man direkt im Buch ausfüllen soll und Übungen, die man mit den erlernten theoretischen Kenntnissen am Instrument komplettieren soll.
Das Jazz-Alphabet kann sowohl im Instrumentalunterricht in einer Musikschule sowie zum Alleinstudium zu Hause sehr gut eingesetzt werden, da es für alle ein guter Begleiter durch das Thema der Jazz-Scalen sowie der Jazz-Harmonien und Verbindungen ist.

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