Innenminister Bouillon überreicht Förderbescheide

14 Kommunen erhalten eine Förderssumme von über 4 Millionen Euro

Schmelz. Innenminister Klaus Bouillon hat dieser Tage Bescheide mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 4.332.080 Euro an 14 Kommunen überreicht. Insgesamt werden damit 20 unterschiedliche Maßnahmen wie beispielsweise die Sanierung der Uferstützmauern des Grabenbachs in Hüttersdorf, die Beschaffung von drei Löschgruppenfahrzeugen für die Stadt Lebach sowie Brandschutzmaßnahmen gefördert.
In einem Termin vor Ort in Hüttersdorf übergab der Minister zunächst dem Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, Armin Emanuel einen Bescheid mit einer in Aussicht gestellten Förderung in Höhe von 819.282 Euro für die Maßnahme „Sanierung der Uferstützmauern am Grabenbach“.
Innenminister Bouillon (Dritter v.l.) überzeugte sich  bei einer gemeinsamen Begehung mit Bürgermeister Armin Emanuel ( l. )  von der Notwendigkeit der Maßnahme          4445Die Uferstützmauern des Bachs sind im Bereich der Schließstraße nicht mehr standsicher. Sie sind durch die in der Vergangenheit aufgetretenen Hochwässer stark in Mitleidenschaft gezogen und bedürfen einer dringenden Sanierung. Diese stellt sich aufgrund der örtlichen Verhältnisse als äußerst schwierig dar. Die angrenzenden Gebäude wurden teilweise bis an die Uferstützmauer herangebaut- Im betreffenden Bauabschnitt befinden sich fünf Brücken und ein Steg.
In der Planung ging man von einem Kostenrahmen von rund 600.000 Euro aus. Dabei war vorgesehen den Bachlauf mit Fertigteilen auszubauen, wobei die Fertigteile zwischen die Ufermauern eingesetzt werden sollten. Im Rahmen weitergehender Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Stützmauer keine Eisenarmierung hat und zudem entgegen ursprünglicher Annahmen nur 10 bis 20 cm unter die Bachsohle reicht. Daher müssen die vorhandenen Uferstützmauern nicht nur von oben, sondern auch unten gestützt werden. Weitere Untersuchungen ergaben, dass in Teilbereichen die Ufermauern bereits unterspült waren. Die Gründungssohle lag in diesen Bereichen auf dem Niveau der Bachsohle. Dadurch wurde zur zusätzlichen Sicherung der Ufermauern eine Unterfangung vor dem Aushub unerlässlich, um erhebliche Schäden an den angrenzenden Gebäuden zu verhindern. Ohne diese Maßnahmen besteht die Gefahr, dass die Ufermauern bei einem Hochwasser einstürzen. Damit wären die angrenzenden Anwesen von akuten Schäden bedroht. Eine Sanierung war damit dringend geboten. Bei der Begehung
Die Gesamtkosten belaufen sich aufgrund dieser neueren Erkenntnisse auf rund zuwendungsfähige 1.638 000Millionen Euro im ersten Bauabschnitt. Davon werden 50 % als Zuschuss in Aussicht gestellt. Aufgrund des begrenzten Mittelkontingents an Bedarfszuweisungen und der Tatsache, dass die Maßnahmen von Seiten der Gemeinde Schmelz in mehreren Teilabschnitten durchgeführt wird, wird die Maßnahme auf vier Jahre gestreckt. Dabei werden im ersten Finanzierungsabschnitt 277.811,00 Euro zur Verfügung gestellt, die bereits bewilligt sind. In den weiteren Abschnitten, die in den Jahren 2018, 2019 und 2020 vorgesehen sind, sind jeweils 180 490,00 Euro an Zuschüssen vorgesehen. Nicht unerwähnt bleiben kann, dass einige Anlieger befürchten, dass durch die langwierige Baumaßnahme Eingriffe in Fauna und Flora des Bachlaufes erfolgen, die irreparabel sein könnten. Sie haben sich diesbezüglich bereits an den NABU gewandt, der ggf. eine Prüfung nach der Durchführung des ersten Loses durchführen will.

Print Friendly, PDF & Email