Jahresweltbestleistung und Stadionrekorde beim Pfingstsportfest in Rehlingen

Rehlingen. Das Wetter war nicht ganz so wie es sein sollte, deshalb entsprach beim Pfingstsportfest in Rehlingen die Zuschauerzahl nicht ganz den Erwartungen. Trotzdem gab es eine ganze Reihe von guten Jahresweltbestleistung mit 68.98 Metern erzielte Liukas Weißhaidinger im Diskuswurf, bester deutscher Teilnehmer war Christph Harting 66.76 <meternLeistungen, sogar eine Topleistung war darunter: Jahresweltbestleistung im Diskus! Der 26jährige Österreicher Lukas Weißhaidinger, genannt Lucky Luke, hatte die ersten beiden Versuche „vergeigt“, zog dann aber im dritten Versuch durch. Die ZweiKilo Scheibe erwischte einen guten leichten Gegenwind, wie es die Techniker lieben. Die Scheibe flog und flog und flog. Sie landete erst bei 68,57 Meter – Stadionrekord –der alte Rekord aus „Methusalems Zeiten“ stammte aus dem Jahr Stadionrekord mit ausgezeichneten 91,44 Metern warf Speerwerfer Andreas Hofmann aus Mannheim1984 – aber nicht nur das, gleichzeitig österreichischer Rekord und Jahresweltbestweite. Der Österreicher konnte es zunächst nicht fassen, so dass sein nächster, der vierte Versuch ungültig wurde. Aber dann packte er noch einen drauf. Im fünften Versuch ging es nochmal 41 Zentimeter weiter auf 68,98 Meter. Damit ließ er die Konkurrenz in einem gut besetzten Wettbewerb hinter sich. Christoph Harting, vor zwei Jahren Olympiasieger in Brasilien kam auf Rang zwei, hatte nur auf zwei gültige Versuche, lag aber mit dem Raphael Holzdeppe siegte im Stabhochsprung mit 5,62 Meternbesten davon mit guten 66,76 Metern auch noch 10 Zentimeter über dem alten Stadionrekord. Auf den dritten Rang kam Martin Wierig aus Magdeburg mit 65,18 Metern.

Als Toppwettbewerb war das Speerwerfen angekündigt, ebenfalls mit einer Spitzenbesetzung. Auch hier galt der Angriff dem Stadionrekord, der mit 89,21 Metern vom heutigen Bundestrainer Boris Obergföll, geb. Über 3000 m Hindernis unterbor Andreas Grau die EM Norm über 3000 m Hindernis knapp mit 12 Hundertstel SekundenHenry seit 1998 gehalten wurde. Der Angriff auf den Stadionrekord war angekündigt worden von Johannes Vetter, der bei Boris Obergföll in Offenburg trainiert. Aber wie es häufig bei den Speerwerfern passiert, die Witterung passte nicht, Johannes Vetter kam mit dem Anlauf nicht zurecht, Vetters weitester Wurf von nur zwei gültigen Versuchen landete bei 84,14 Metern, Rang drei. Auf Rang zwei kam der tschechische Vizeweltmeister Vadlejch Jakub mit 88,76 Metern. Zum Speerwurfstar des Tages avancierte aber Andreas Hofmann aus Mannheim, der direkt mit Bei den Frauen verpasste Antje Möldner-Schmidt die Norm um knapp 3 Sekundenseinem ersten Wurf die Konkurrenz das Fürchten lehrte: sein Speer schlug ein bei 91,44 Metern. Der Stadionrekord des Bundestrainers war gebrochen. Und Andreas Hofmann hatte persönliche Bestleistung erzielt und seinen Vorjahressieg wiederholt.

Offiziell eröffnet hatte Ministerpräsident Tobias Hans das Pfingstsportfest 2018, in seinem Gefolge mehr als die Hälfte seines Kabinetts – ein Zeichen für die Wertschätzung der Veranstaltung wie der Ministerpräsident der Innenraummoderatorin Anja Fröhlich vom vom ZDF Sportstudio versicherte. mBei den Hochspringerinnen schaffte Marie Laurence Jungfleisch die Norm von 1,90Meter und belegte den zweiten Platz hinter Kateryna Tabashnyk aus der Ukraine
Parallel zum Speerwurf fand das Stabhochspringen der Männer statt. Raphael Holzdeppe überquerte hie 5,62 Meter und scheiterte im letzten Versuch hauchdünn an 5,72 Meter. Dennoch fühlt er sich auf dem richtigen Weg und glaubt bei der EM im August in Berlin topfit zu sein. Die Heim EM ist natürlich für viele Sportler das große Ziel dieses Jahres, so auch für Martin Grau, der über 3000 m Hindernis mit 8:33,88 die Norm um genau 12 Hunderstel Sekunden unterbot. Nicht ganz so viel Glück hatte Antje Möldner-Schmidt, die nach über dreijähriger Schwangerschaft und Fuß OP erstmalsÜber 800 Meter der Frauen siegte Renée Eykens vor Vorjahressiegerin Renelle Lamote wieder über die gleiche Strecke am Start war, mit 9:47,95 Min. siegte, die Norm dabei aber um knapp drei Sekunden verpasste. Die EM Norm erreicht hingegen hat Hochspringerin Marie Laurence Jungfleisch mit übersprungenen 1.90 Metern, die zum zweiten Platz reichten. Gewonnen hat in dieser Disziplin die Ukrainerin Kateryna Tabashnyk mit 1,92 Metern.
Mit den Ergebnissen zufrieden waren nicht nur die rund 3000 Zuschauer, von denen viele Jahr für Jahr zu „ihrem Pfingstsportfest“ kommen, sondern auch Vereinschef Thomas Klein, der am Ende sagte „Eine Jahresweltbestleistung, Topergebnis im Speerwurf, einige EM Normen geknackt oder bestätigt, was will man zu diesem Zeitpunkt der Saison und einem eher suboptimalen Wetter mehr“. Dem kann man nur beipflichten.

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