Jonas Hector: Augenaufschlag für die Freundschaft

Saarlouis. Künstler müssen einfühlsam sein und sensibel. Oft sehen sie Dinge oder spüren sie lange bevor andere Menschen sie wahrnehmen. Oder sie haben die Gabe diese Dinge hörbar zu machen oder sichtbar. Mike Mathes ist ein solcher Mensch. In seinen Bildern drückt er oft Empfindungen aus, die in anderen Menschen nur schlummern. Als Beispiel sei nur seine 1000 Augen Friedenskunst erwähnt, der er sich schon seit vielen Jahren widmet. Er hat jetzt ein Bild gemalt von dem saarländischen Fußballer Jonas Hector, der Mitglied des WM Teams war.
Vorstellung des Bildes von Jonas Hector„Augenaufschlag für die Freundschaft“ nennt er das Bild. Es zeigt Jonas Hector zweimal. Einmal mit geschlossenen Augen, nachdenklich. Der Verein für den Jonas spielt, der 1. FC Köln ist abgestiegen. Die verlockenden Angebote vermögender Vereine geistern offenbar hinter seiner Stirn. Und dort entwickelt sich dann wohl der Gedanke, Freundschaft ist wichtiger als Geld. Und die Bereitschaft, dem Verein, der ihn groß gemacht, der ihn zum Nationalspieler gemacht hat, jetzt etwas zurückgeben zu können, ja zu müssen. Da spiegelt sich natürlich auch etwas von der Erziehung wieder, die Jonas Hector genossen hat und ein Stück weit die Bescheidenheit, die ihn auszeichnet.
Jonas scheint auf dem Bild in einen Spiegel zu blicken. In dem Spiegelbild sind seine Augen geöffnet, weit, strahlend: Er hat eine Entscheidung getroffen. Es ist die Entscheidung für die Freundschaft, für die Kameradschaft, für seinen Verein. Und es ist eine Entscheidung, die den Fußballer sympathisch macht, weil er sagt „Ich muss am Ende meiner Sportkarriere nicht unbedingt 400 Millionen Euro auf der Bank liegen haben. Aber ich muss in den Spiegel schauen können“. Die weit geöffneten Augen mögen auch einen Blick in die Zukunft darstellen, in die Zukunft nach einer misslungenen WM. Eine Zukunft, in der aus sportlicher Sicht zunächst der Wiederaufstieg seines Vereins, des 1. FC Köln im Mittelpunkt stehen wird. Und dafür wird Jonas Hector sicher seine ganze Kraft einsetzen.
Der Gedanke, die Inspiration zu dem Bild ist Mike Mathes gekommen, als er von der Entscheidung des Fußballers hörte. Er kennt Jonas Hector nicht persönlich. Aber er kennt den Sky-Sportmoderator und Produzenten Klaus Hoffmann seit vielen Jahren. Und Hoffmann, der auch schon seit langem für die 1000 Augen Friedenskunst von Mike Mathes steht, hat sich auch für dieses Bild eingesetzt und sich für ein Foto vor diesem Bild zur Verfügung gestellt. Das Bild dem Fußballer zeigen möchte Mike Mathes natürlich auch, vielleicht nach der WM, wenn Jonas Hector einige Tage Heimaturlaub im Saarland macht.

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