11. Merziger Mondscheinmarkt – Einkaufsvergnügen, Kulinarik und Mystik trafen aufeinander

9587Hochbetrieb herrschte beim 11. Merziger Mondscheinmarkt. Es begann bereits am Nachmittag, die Stadt füllte sich immer mehr und als es dann dämmerte, gab es an vielen Stellen kaum noch ein Durchkommen. Der Mondscheinmarkt entwickelt sich immer mehr zu einem Volksfest der besonderen Art. Und das ist er ja auch. Er nimmt bekanntlich etwas auf, das im Mittelalter eigentlich Standard war: damals –9590 und da ähneln sich die Zeiten – galt es in der Zeit des Tageslichtes den unterschiedlichen Arbeiten nachzugehen, so dass für viele kaum Gelegenheit bestand Märkte zu besuchen. Viele Dinge des Alltags konnte man aber nur dort erwerben, den Discounter um die Ecke gab es nicht, Online-Shops erst recht nicht. So verwundert es nicht dass man Märkte in den späten Nachmittag und die frühen Abend verlegte. In unseren Tagen gehen in vielen Familien Mann und Frau dem Broterwerb nach und können 9607so Märkte am Morgen nicht besuchen. Zwar kann man die notwendigen Produkte heute auch auf anderem Weg erwerben, aber der Reiz des Marktes, der Kauf von frischen Produkten, oft direkt vom Erzeuger ist verloren gegangen. Bis man auf den Gedanken kam, Mondscheinmärkte zu veranstalten – eine Idee, die ankam und in Merzig auch begeistert aufgenommen wird. Wer an diesem Nachmittag erst gegen 18 Uhr in die Stadt kam, hatte Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche. An den Kfz-Kennzeichen konnte man erkennen, dass Besucher teilweise auch weitere Anreisen in Kauf genommen hatten.

Rund 100 Markthändler
Nach Einbruch der Dämmerung wurde der Markt von Bürgermeister Marcus Hoffeld eröffnet,9613 angekündigt von Herold Pill alias Thorsten Schördling. Der Bürgermeister hieß die Besucher willkommen und stellte stolz fest, der Besucheransturm zeigt, dass der Merziger Mondscheinmarkt gut ankommt. „Rund 100 Markthändler“ so sagte er, „halten in Fußgängerzone und Altstadt vielfältige kulinarische Köstlichkeiten und andere Produkte bereit. Teilweise sind sie von weither angereist. Dafür geht unser Dank an den Veranstalter, die Agentur Mondscheinmarkt mit René Schneider, die Abteilung Stadtmarketing der Kreisstadt Merzig, den Altstadtförderverein, den VHG und ganz besonders an die Besucher“. Ein buntes Unterhaltungsprogramm gehörte gleichermaßen zu dem Markt. Auf der Bühne in der Altstadt sorgte die Band Last Order mit 9619irischen und englischen Popsongs sowie amerikanische Folk- und Bluegrass-Songs für gute Stimmung. Sozusagen als Walking Act unterwegs war das Trio Dopo Domani mit mittelalterlichen Instrumenten, aber auch mit allerlei Klamauk und Schabernack. Wie immer in den letzten Jahren waren auch die „Heidweilers“ – Jan Rolph von Heidweiler und sein „holdes Weib“ Helene von Holzerode – dabei und trugen Trink- und Tanzlieder aus 10 Jahrhunderten vor. Dabei begleiteten sie sich auf Instrumenten, die den mittelalterlichen Originalen nachgebaut sind.

Die Angebote der Markthändler waren ausgesprochen vielfältig.
Sie reichten beispielsweise von heimischem Honig, Likören und Hochprozentigem der9623 verschiedensten Art, über Käse, Original Schweizer Raclette, am offenen Feuer gegrillten Lachs, selbstgemachter Schokolade, Baguettes bis hin zu frischen Produkten von lokalen Bauern und vielem mehr. Andere Händler boten handwerkliche Produkte, bunte Lampen, Holzarbeiten, Schmuck und, und, und – es lässt sich gar nicht alles aufzählen. Ein weiteres Highlight war die Feuershow der Gruppe „Les enfants du Feu“ (Kinder des Feuers) am Gustav-Regler-Platz, die den Raum am Seffersbach mit spektakulären Aktionen in ein mystischen Licht tauchte.
Parallel zu dem Mondscheinmarkt waren die Geschäfte in der Fußgängerzone bis 23 Uhr geöffnet und ergänzten das Markttreiben mit vielerlei interessanten Angeboten.

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