Françoise Abraham – ihre Skulpturen strahlen Lebensfreude aus

8741Der Kunstsommer Dillingen 2018 gliederte sich in drei verschiedene Ausstellungen, die von der Stadt Dillingen und von dem Kunstorganisator Claus Zöllner gemeinsam geplant und durchführt worden sind und noch werden. Zunächst war es der Kunstsalon im Lokschuppen, in dem über 30 verschiedene Künstler ihre Werke präsentierten. Es folge wie bereits im Vorjahr die Veranstaltung „Skulpturen in der City“ bei8723 der Kunstwerke in der Fußgängerzone und in teilnehmenden Geschäften bewundert werden konnten. Dritter Teil der Reihe ist eine Kunstausstellung mit Werken der französischen Skulpturistin und Malerin Françoise Abraham, die derzeit im oberen Foyer der Dillinger Stadthalle gezeigt wird. Bürgermeister Franz Josef Berg dankte bei der Vernissage dem Organisator der drei Ausstellungen, Claus Zöllner, für sein Engagement. Ein besonderer Willkommensgruß galt der Künstlerin und dem Vizepräsidenten des saarländischen Landtages, Günter Heinrich, der zugleich Laudator war.
Die 1962 geborene Françoise Abraham ist von Hause aus ausgebildete klassische Tänzerin, die an renommierten französischen Bühnenwie der Pariser Oper engagiert war. Nach der Geburt ihrer Zwillinge wendete sie sich der Malerei und verstärkt der Bildhauerkunst zu. Dabei beharrte sie nicht auf ausgetretenen Wegen, sondern wendete sich neuen Materialien zu. Ihre Skulpturen entstehen aus Harz, aus denen sie ihre Themen entwickelt und die dann mit mehreren Schichten an Farbe und 8724Lack versieht. Ihre Skulpturen strahlen Lebensfreude aus und große Sinnlichkeit und auch eine gewisse Leichtigkeit. Meist ist die moderne Frau das Thema, die „Parisienne“, die Pariserin, die in der einen Hand die Handtasche trägt, in der anderen die Aktentasche, auf dem Weg ins Büro. Andere Skulpturen lassen die Liebe zum Tanz erkennen, schließlich ist Françoise Abraham von Hause aus Tänzerin. Gleichzeitig zeigen die Skulpturen unsere moderne Welt und drücken auch die Eigenschaften der heutigen Zeit aus. Ihre Frauenfiguren sind üppig, kraftvoll und zeigen eine selbstbewusste Eva. Ihre Skulpturen haben unterschiedliche Ausmaße, sie reichen von der kleinen Figur, die ins heimische Regal passt über lebensgroßen Figuren bis hin zu übergroßen meterhohem Figuren wie man sie beispielsweise am Flughafen in Toulouse findet8731.

 

In Dillingen sind ihre Werke erstmals in Deutschland zu sehen

Ihr Stil, so sagt sie, habe sich seit ihren Anfängen, als sie vorwiegend abstrakte Gestalten geschaffen hat, weiterentwickelt und diese Entwicklung könne auch noch weitergehen. In der Ausstellung findet man nicht nur Skulpturen, sondern auch ein ganze Reihe von Gemälden in Acryl und in Öl, vorwiegend Frauenporträts, auch diese in unterschiedlichen Größen und lebhaft in den Farben.
Eines haben alle Werke, die hier ausgestellt sind gemeinsam: sie strahlen Zuversicht und Lebensfreude gleichermaßen aus. Einzigartig sind sie allemal.
8729Die Werke der Künstlerin sind bislang in rund 180 Ausstellungen in aller Welt gezeigt worden, in vielen französischen Städten natürlich, aber auch in London oder in New York oder in Tokio oder in Sydney, auch in chinesischen Städten. Dillingen ist die erste Ausstellung in Deutschlandsteht und steht somit als Kunststadt in einer Reihe mit vielen Großstädten der Welt, sagte Günter Heinrich schmunzelnd. Dafür sei sowohl der Künstlerin wie auch dem Organisator Claus Zöllner ausdrücklich zu danken ebenso wie der Dillinger Stadtverwaltung, die diese Ausstellung ermöglicht hat. Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober zu sehen. Sie kann jeweils dienstags bis sonntags zwischen 11 und 18 Uhr im oberen Foyer der Stadthalle besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Print Friendly, PDF & Email