Chansonband „Die Schoenen“ begeisterte im Kulturhaus

Die Chansonband „Die Schoenen“ um die Frontfrau und Namensgeberin Anne Schoenen gibt es bereits seit 19 Jahren. In dieser Zeit sind eine ganze Reihe von unterschiedlichen 0362Programmen entstanden. Schwerpunkte lagen oft auf französischen Chansons, manchmal auch auf deutschen Texten, auch mal etwas Pop, Jazz hat Einflüsse – kein Wunder, wenn man weiß, dass die begleitenden Musiker einen Teil ihrer Wurzeln im Jazz haben. Natürlich fehlen im Programm nicht die Chansons der großen französischen Chansonsängerinnen und Sänger. Daneben sind im Lauf der Jahre auch eigene Chansons entstanden.
Jetzt haben die vier Musiker und ihre Sängerin mit ihrem betörenden Charme im Kulturhaus in Hütterdorf Station gemacht um ihr neues Programm zu präsentieren. Wer die Schoenen kennt, weiß, dass man immer wieder etwas Neues erwarten darf und nie auch wirklich niemals einen Aufguss vom letzten Konzert, das er vielleicht irgendwo besucht hat0365.

„Rien ne va plus“ heißt das aktuelle Programm und es führt in die Welt der Spielcasinos – ein wenig zumindest. Wobei diese Welt eigentlich nur der Rahmen ist, denn die Chansons beschäftigen sich eigentlich mit dem Spiel des Lebens. Es geht um Spiele und Spielchen, um Gewinnen und Verlieren, um den fetten Jackpot oder die deftige Niederlage, um Hoffnungen und Sehnsüchte und, das vor allem, um Menschen, die etwas wagen, das Risiko nicht scheuen oder solche, die eher auf Sicherheit setzen. Und natürlich geht es auch um die großen Gefühle.
„Rien ne va plus – Nichts geht mehr“, das ist der berühmte Satz des Croupiers, mit dem er die Einsatzmöglichkeiten beim Spiel beendet. Er galt nicht für die Schoenen an diesem Abend, 0380denn sie haben gestöbert in den Archiven und zahlreiche Lieder zu diesen Themen entdeckt. Natürlich wurden sie nicht eins zu eins wiedergegeben, sondern sie haben ein eigenes Arrangement erhalten, meist vom Gitarristen Endi Caspar entwickelt. Natürlich bringt auch der Franco-Italiener Vincenzo Carduccio am Akkordeon ganz viel Gefühl mit hinein, während Schlagzeuger Alex Huber für den Rhythmus verantwortlich ist. Bassist Jörg Jenner ergänzt stilsicher und mit gutem Überblick das musikalische Konzept. Das Sahnehäubchen darauf ist natürlich Frontfrau Anne Schoenen, die es immer wieder verstand den einzelnen Titeln Leben einzuhauchen mit einer tollen Stimme, mit passender Gestik und mit eindrucksvoller Mimik. Charme a la francaise paarten sich an diesem Abend mit musikalischer Finesse und fanden schon bald begeisterte Zustimmung beim Publikum, das die Band am Ende nicht ohne Zugabe von der Bühne ließ.

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