In Keltern hingen die Körbe zu hoch

Dass die Körbe in Keltern hoch hängen würden, stand zu erwarten. Wer erwartet hatte, dass die Sterne nach der Reise nach Lyon und der Klatsche gegen Avsel Lyon (63:109) Ermüdungserscheinungen zeigen würde, sah sich getäuscht. Sicher hatten sie aus dem Pokalspiel eine Wochen zuvor gelernt und waren vom ersten Ballwechsel an voll da, legten einen Blitzstart hin und lagen nach 10 Minuten mit 28:19 vorne. Auch das zweite Viertel ging mit 21:15 an die Gastgeberinnen, die mit harter Defense und hoher Aggressivität, den Royals im wahrsten Sinne des Wortes den Schneid abkauften. Im Saarlouiser Spiel offenbarten sich Schwächen in der Spieleröffnung und vor allem in der Defense
Dass die Aggressivität der Gastgeberinnen durch großzügige Regelauslegung de0766r Schiedsrichter unterstützt wurde, mag mit ein Grund dafür sein, dass die Saarlouiser Spielerinnen eine verhältnismäßig schwache Trefferausbeute vorzuweisen hatte. Hinzu kam allerdings auch – und das wurde auch von gegnerischen Seite so bestätigt – dass sich Royals mit einer hohen Anzahl von Ballverlusten das Leben selbst schwer machten, während die Rutronik Stars ziemlich ballsicher unterwegs waren.
Im dritten Viertel schaltete die Heimmannschaft wohl einen Gang zurück, auch bei ihr schlichen sich jetzt Fehler ein und die Trefferquote sank. Dennoch wurde der Vorsprung größer, Keltern führte zum Ende des dritten Viertels mit 62:43. Von da ab wurde jetzt von der Heimmannschaft das Augenmerk auf Verwaltung des Vorsprungs gelegt. Zwar schafften es die Royals – im Gegensatz zum Pokalspiele eine Woche zuvor, als man im letzten Viertel regelrecht einbrach, den letzte Spielabschnitt mit einem Punkt Vorsprung und 20:21 zu sichern. Aber letztlich war Keltern immer Herr oder richtiger Frau der Situation und siegte am Ende verdient mit 82:64. Erfolgreichste Schützinnen bei den Royals waren: Ariel Hearn (13), Bree Fitzgerald (11) und Angela Rodriguez (10) während für Keltern Kimberly Pierre-Louis mit 22 Punkten am erfolgreichsten war.
Bekanntlich sind den Royals Punkte am Grünen Tisch aberkannt worden, dagegen wurde Widerspruch eingelegt nach juristischer Beratung, Vertreten wird der Verein durch den Anwalt Andreas Abel, der als langjähriger DFB Sportrichter in der Sportsgerichtbarkeit kein Unbekannter ist.
Es hätte sicher eine gewisse Tragik, wenn dem Verein wegen einer Unachtsamkeit am Ende der Saison ein Punkt zum Klassenerhalt fehlen würde.
Aber natürlich haben die Spielerinnen es teilwiese auch selbst in der Hand. Es gilt jetzt mehr denn je zumindest gegen die Mannschaften Punkte zu holen, die sich in Bezug auf die Punkte in erreichbarer Nähe befinden. Einen ersten Schritt in diese Richtung können die Royals beim letzten Spiel des Jahres tun, das am Freitag (21.12.) in der Stadtgartenhalle ansteht, wenn die Eisvögel aus Freiburg um 19 Uhr zu Gast sind.

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