Mit Weltstar Deborah Sasson begann die heiße Phase der Weihnachtszeit

Ein Konzert der besonderen Art konnte man dieser Tage im Theater am Ring erleben. Weihnachtskonzert mit Deborah SassonWeltstar Deborah Sasson gab ein festliches Weihnachtskonzert. Die amerikanische Sopranistin, die weltweit auftritt, wurde dabei von der Russischen Kammerphilharmonie St Petersburg unter der Leitung von Juri Gilbo begleitet. Eine solche Konzertbegleitung ist schon deshalb etwas Besonderes, weil Juri Gilbo immer beste russische Musiker unter Vertrag hat, so etwa den Pianist Iwan Urwalow, der Tschaikowski Preisträger ist und ebenfalls Weltruf besitzt odeWeihnachtskonzert mit Deborah Sassonr den „Teufelsgeiger“ Ashraf Kateb. Gilbo ist seit 1998 Chefdirigent der Kammerphilharmonie St. Petersburg, hat aber auch schon mit vielen anderen Orchestern zusammengearbeitet ebenso wie mit zahlreichen Weltklasse Solisten.
Auch Deborah Sasson hatte schon zahlreiche gemeinsame Auftritte mit diesem außergewöhnlichen Orchester. Nur ein gemeinsames Weihnachtskonzert fehlte bislang in der Sammlung. Insoweit war das Konzert in Saarlouis eine weitere Besonderheit.
Zu den Spezialgebieten der Sängerin gehört seit vielen Jahren das „Cross over“, das ist bekannt. Von Hause aus ist die Sopranistin Opernsängerin, die bereits als JugWeihnachtskonzert mit Deborah Sassonendliche in einer Highschool Band sang. Nach der Highschool studierte sie am renommierten Oberlin Konservatorium in Ohio klassischen Gesang. Dieses Studium schloss sie mit dem „Master of Music“ ab. Bereits ihr erstes Engagement führte sie an die Metroplitan Opera New York. Ihr Debut am Broadway, dem Mekka aller Musikstars, gab sie in „Showboat“. Dort lernte sie Leonard Bernstein kennen, der sie an die Hamburger Inszenierung der West Side Story in die Rolle der Maria vermittelte. Das war der Grundstock für ihre Karriere in Deutschland und Europa.

Doch zurück zum Weihnachtskonzert in Saarlouis. Die erste Hälfte des Konzertes war der Weihnachtskonzert mit Deborah SassonKlassik gewidmet. Bereits das Domino Deus von Antonio Vivaldi fand Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, die immer weiter wuchs. Bei „Come unto him“ von Georg Friedrich Händel war schon kurz darauf ein weiterer Höhepunkt erreicht. Das „Ave Maria“ von Friedrich Schubert war für Deborah Sasson, die zwischen den einzelnen Liedern und Arien anschauliche Moderationen einstreute, ein unverzichtbarer Bestandteil eines solchen Konzertes. Die Aufmerksamkeit des Publikums war es jetzt ungeteilt bei der Sängerin, das dann mit „Jesu, joy of man’s desiring“ und ein weiteres Mal mitgerissen wurde. Bei „Schlafe mein „Prinzchen“von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem Teufelsgeiger Ashraf Kateb ein vielbeachtetes Solo hatte, schwoll der Beifall erneut an.

Im zweiten Teil folgte bekannte Weihnachtslieder

Weihnachtskonzert mit Deborah SassonIm zweiten Teil des Konzertes standen Weihnachtslieder aus Deutschland, England, Frankreich und den USA im Mittelpunkt. „Süßer die Glocken nie klingen“, für Deborah eines der schönsten deutschen Weihnachtslieder, leitete den Part der deutschen Weihnachtslieder ein, zu dem dann auch mehrere Medleys mit liedern wie „Fröhliche Weihnacht überall“, oder „Lasst uns froh und munter sein“ gehörten. „Leise rieselt der Schnee“ begeisterte das Publikum erneut und wurde durch ein amerikanisches Weihnachtsmedley ergänzt, an dessen Ende – Deborah hatte sich mittlerweile unter das Publikum gemischt – die Sängerin mit ausgebreiteten Armen dem Publikum „Merry Christmas“ wünschte. Ende? Nein, so einfach lässt man auch in Saarlouis einen Weltstar nicht davon kommen, Zugabe alsoWeihnachtskonzert mit Deborah Sasson. Und dann kam er auch, der amerikanische Klassiker schlechthin „White christmas“. Donnernder Applaus, standing ovations, weitere Zugabeforderungen. Auch diese wurde erfüllt, aber mit „We wish you a merry christmas“ war dann endgültig Schluss, fast. Denn als die Zuschauer noch mehr wollten, kam dann der Tipp von Deborah Sasson, die sich beim Saarlouiser Publikum und auch bei Veranstalter Roland Radmann bedankte, und sagte „Ich bin bald wieder da, in einigen Wochen komme ich mit meiner neuen Version von dem ‚Phantom der Oper‘ wieder nach Saarlouis, das wird am 23. Januar 2019 sein“. Und das ist dann also ein Termin, den vorzumerken sich lohnt.

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