Uli Potofski, eine Sportmoderatoren Legende war in der Villa Fuchs

Eine der schillernden Figuren unter den deutschen Sportmoderatoren und Kommentatoren weilte kürzlich im Rahmen des Saarländischen Literaturfestivals in der Villa Fuchs. Sein eigentliches Thema, sein Buch „Entscheidend ist auf’m Platz – die verrückte Welt des FußballsPOA und seiner Kommentatoren“, stellte er vor, nicht allzu ausführlich. Daneben ging er auf seine weiteren Publikationen ein, auch auf die Kinder- und Jugendbücher, die er seit 2006 ebenfalls schreibt. Breiten Raum widmete er wortgewandt seinem Weg in den Beruf des Sportmoderators. In kurzweiliger Form berichtete er wie seine Familie ihn nach seiner Schulzeit ihm eine Kochlehre schmackhaft machte – und dass er sehr bald feststellte, dass ihm dieser Beruf nicht schmeckte. Schon in dieser Zeit entstand der immer mächtiger werdende Wunsch Rundfunkmoderator zu werden.
Natürlich gab es in der Region NRW mit dem WDR und dem NDR kaum eine Chance. Unverdrossen sparte der damals 17jährige von seinem Lehrgeld, 80 DM im Monat, solange Geld zusammen bis er sich ein Tonbandgerät anschaffen konnte. Auf diesem übte er Moderationen. In dieser Zeit begann RTL sich immer weiter auszudehnen und erreichte schließlich 10 Millionen Hörer. Uli Potofski versuchte sein Glück, viele Male. Eines hatte er Glück: er erreichte einen Verantwortlichen und der lud ihn ein nach Luxemburg, zum Sender. 0981Uli fuhr hin und traf dort ….auf Frank Elstner, damals Wellenchef beim RTL. Diesem schilderte er seinen Wunsch. Und Frank Elstner, immer offen für Talente, ging mit ihm in ein Studio, das gerade frei war und stellte ihm Aufgaben. Er sollte Anmoderationen machen, Interviews mit bekannten Persönlichkeiten und ähnliches, eine Stunde lang. Uli erzählte: „Anschließend war ich schweißgebadet“. Frank Elstner zog sich zurück, um sich mit Kollegen zu beraten. Nach einer Weile kam er wieder. Uli hing an seinen Lippen und dann kam er der Satz mit dem dann alles begann. Er lautete ganz schlicht „Wann können Sie anfangen“?

Die Moderatorenlaufbahn begann
Zwei Wochen später war er in Luxemburg und schon bald durfte er auf Sendung, natürlich nicht in den „Maintimes“, den Hauptsendezeiten, sondern zunächst in den eher ruhigeren Stunden. Von seinen Kollegen erhielt er vielerlei Tipps und Unterstützung – von Sport war damals noch nicht die Rede, Uli moderierte Musiksendungen. Der Wunsch Sportsendungen zu moderieren war aber bereits vorhanden. Nach einiger Zeit wurden andere Sender auf ihn aufmerksam und Uli Potofski wechselte zu „Radio Brennero“. Dort verweilte er aber nicht sehr lange, die AntennenPOA wurden gekappt, Kabel und Internet gab es noch nicht. Mittlerweile hatte sich der Gedanke an den Sport weiter verfestigt. Uli Potofski bewarb sich beim WDR und lernte jemanden kennen der damals schon auf dem Weg war Sport Modertoren Legende zu werden: Kurt Brumme. Testsendungen wurden gemacht, Uli durfte dann mal eine Halbzeit moderieren- es klappte, er wurde in das Brumme Team aufgenommen. Immer noch ging es ausschließlich um Rundfunkmoderationen und man merkte, daran hängt auch heute noch sein Herz, ein wenig zumindest. Er sagte bei einer Fernsehmoderation sieht der Zuschauer ja das Bild, bei einer Rundfunksendung muss man eben dieses Bild erst einmal mit Worten vermitteln, ebenso wie das ganze Geschehen.

1984 wurde Potoski Sportchef bei RTL
Wieder eine Zeitsprung später kam ein Anruf von RTL. Man sagte ihm – es war 1984- „RTL macht ab jetzt auch Fernsehen und wir hätten Dich gerne als Sportchef“. So begann dann die Fernsehkarriere. Bis 1992 blieb er dort Sportchef, danach war er in verschiedenen Funktionen für RTL tätig, nach Ausflügen zu anderen Sendern gelangte er dann 2006 zu SKY. Im Lauf seines Reporterlebens hat er viele interessante Spiele in Bundesliga, in der Champions Liga oder Länderspiele kommentiert. Es blieb aber nicht beim Fußball, sondern anderen Sportarten kamen hinzu. Natürlich lernte er im Lauf seiner Karriere viele andere Kolle0991gen kennen, über manchen von ihnen hatte er das eine oder andere Bonmot in seinem Vortrag. Immer wieder bezog er das Publikum mit ein, ging auf Kommentare aus dem Publikum ein oder holte kleine oder große Besucher zu sich auf die Bühne, um mit ihnen ein Kurzinterview zu machen – als Lohn sozusagen gab es dann etwas von seinen Veröffentlichungen.

Nach zwei kurzweiligen Stunden ging es dann an den Büchertisch, wo er seine Bücher auf Wunsch signierte und auch noch zu dem einen oder andern kurzen Gespräch zur Verfügung stand.

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