Heimatbildung im Haus Saargau – Umweltminister Jost überreicht Förderbescheid

Ob Kunstausstellungen, Lesungen, Workshops oder Einblicke in das bäuerliche Leben längst vergangener Zeiten, das Haus Saargau in Gisingen hat bereits jetzt vieles zu bieten. Um den regionalen Kultur- und Veranstaltungsort zeitgemäß weiterzuentwickeln und für Besucher künftig noch attraktiver zu gestalten, hat der Landkreis Saarlouis ein Museumskonzept erarbeitet. Das Vorhaben wird vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit rund 38.000 Euro unterstützt. „Heimatkundliche Museen wie das Haus Saargau sinUnser Foto zeigt (vlnr) Jeanette Dillinger (Tourismus Team des Landkreises Saarlouis), Landrat Patrik Lauer, Umweltminister Reinhold Jost, Bürgermeister Günter Zahn und Dieter Ruck (Tourismus Team des Landkreises Saarlouis) bei der Übergabe des Zuwendungsbescheidsd nicht nur Zeugnisse unserer kulturellen Wurzeln, sondern Orte der Begegnung, an denen sich Generationen zusammenfinden, um gemeinsam Traditionen zu pflegen und wiederzubeleben“, so Umweltminister Reinhold Jost bei der Feierstunde zum Saisonauftakt mit Vernissage im Haus Saargau.
Das lothringische Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert zählt zu den schönsten seiner Art und wurde 1993 vom Landkreis Saarlouis erworben, liebevoll restauriert und für Besucher geöffnet. Atmosphärische Ausstellungsräume wie Scheune und Heuboden sowie ein traditioneller Bauerngarten mit rund 150 Duft- und Würzpflanzen, Bienen-Lehrstand und Streuobstwiese laden zum Verweilen, Erholen und Erkunden ein. „Wo einst Mensch und Tier, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereint war, ist ein spannender Kulturort entstanden. Das Haus Saargau ist ein Treffpunkt, an dem sich Menschen über Sorgen und Freuden austauschen. Ein Ort, an dem Heimatbildung auf grenzüberschreitenden Tourismus trifft und die Identität des ländlichen Raumes gestärkt wird“, betonte Minister Jost bei der Überreichung des Förderbescheides.
Das neue Museumskonzept sieht vor, die bestehenden Museumsräume zu „Themenräumen“ weiterzuentwickeln. In der ehemaligen Küche und Stube sollen Alltagsgegenstände und aufwendig restauriertes Mobiliar Einblicke in die Lebensweise zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert gewähren. Mehr als 30 spannend und ansprechend gestaltete Informationstafeln werden die regionale Industrie- und Wirtschaftsgeschichte beleuchten und sich den Themen Geburt-Heirat-Tod, dem Leben an und mit der Grenze sowie der demographischen Entwicklung auf dem Saargau widmen. Die Dauerausstellung des Kunst Forums Saarlouis erhält auf dem Fruchtspeicher einen festen Platz. Eine auf die Exponate abgestimmte Beleuchtung, Vitrinen, eine Leseecke und multimediale Darstellungen runden das Besuchererlebnis künftig ab.

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