Experimentalarchäologischer Werkstattbereich in der Römischen Villa Borg eröffnet

Mit der Eröffnung des neuen experimentalarchäologischen Werkstattbereiches und der Vorstellung weiterer Neuerungen erwarten die Besucher ab sofort weitere, spannende Attraktionen in der Römischen Villa Borg. Dies sind der experimentalarchäologische Werkstattbereich, erste Projekte zur multimedialen Inszenierung der Anlage, zum Beispiel eine Hör-App, sowie Optimierungen wie schnelles Internet, Sanierungen, Renovierungen und die Installation eine Induktionsschleife, die den Bedürfnissen hörgeschädigter Besucher entspricht. Zudem wurden der Parkplatz und der Kassenbereich modern, besucherfreundlich und behindertengerecht umgebaut.

Der Werkstattbereich

2013 wurde aus eigenen Mitteln der Einrichtung eine kleine Glashütte nach römischem Vorbild rekonstruiert und erfolgreich genutzt. Durch die finanzielle Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr konnten nun weitere Werkstätten, wie die Schmiede, die Töpferei sowie eine große Glashütte errichtet werden.  Gemeinsam mit den Kunsthandwerkern, den Mitgliedern des Fördervereins versuchte sich Landrätin Daniela Schlegel- im Bearbeiten von Metall in der Schmiede. Foto: Landkreis Merzig-Wadern/Werner KleinEröffnung neuer Werkstattbereich

„Mit dem experimentalarchäologischen Werkstattbereich wird so den Funden (Metall- und Glasschlacke, Lehmvorkommen) Rechnung getragen und den Besuchern die Möglichkeit eröffnet, dem Gesamtkonzept des Archäologieparks folgend, an Vorführungen alter Handwerkstechniken teilzunehmen bzw. diese selbst auszuprobieren. Ein weiterer Aspekt ist die wissenschaftliche Überprüfung von Theorien zu Handwerkstechniken sowie Experimente hierzu. Damit einher geht eine Attraktivitätssteigerung der Gesamtanlage für die Besucher, betonte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich während der Eröffnungsfeier.

Multimediale Inszenierung

Zusätzlich konnten über die bewilligte Maßnahme des Ministeriums und die Kooperation mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar erste Projekte für eine multimediale Inszenierung der Villa Borg gestartet werden. Ein Modell der gesamten Anlage wird über einen Beamer animiert, sodass die Gebäudeteile und Wegeführungen zu erkennen sind. Eine spezielle Hör-App wurde eröffnet Einzelbesuchern die Möglichkeit zu eröffnen die Anlage selbstständig zu erkunden. Die App kann einfach im App-Store heruntergeladen werden. Sobald der Besucher die Anlage betritt, wird er über die App zum Startpunkt geleitet und von dort durch die einzelnen Stationen.

Attraktiver Tages- und Konferenzort – jetzt mit schnellem Internet

Aktuell wurde die Villa Borg auch mit dem dringend benötigen „schnellen Internet“ über ein Glasfaserkabel angebunden. Möglich gemacht wurde dies durch Fördermittel der Staatskanzlei. Damit ist auch die Grundlage, nicht nur für den weiteren Ausbau des Tagungs- und Konferenzprogrammes, sondern auch für die multimediale Weiterentwicklung der schon begonnenen Programme gelegt.
Finanzielle Unterstützung kam für diese Projekte vom Landkreises Merzig-Wadern sowie der Sparkasse Merzig-Wadern. Großen Einsatz zeigen auch der Förderkreis, der durch seine finanzielle Unterstützung zur weiteren Attraktivitätssteigerung im Museum und im gesamten Gelände der Villa Borg beigetragen hat, sowie Tavernenpächter Christian Heinsdorf, der durch die Haltung von Tieren (aktuell 14 Hühner, 5 Schafe, 2 Gänse) die Römische Villa noch lebendiger macht.

Print Friendly, PDF & Email