Farbig, aber nicht bunt- eine Ausstellung von Angela Pontius

„Begebenheiten & Befindlichkeiten“ ist der Titel der Ausstellung von Angela Pontius, die derzeit in der Galerie der Katholischen Erwachsenenbildung im Oskar-von-Nell-Breuning Haus in Dillingen gezeigt wird. Eröffnet wurde die gut besuchte Vernissage von dem KEB Vorsitzenden Horst Ziegler, der unter den Besuchern Rita Waschbüch und „Stammgast“ Prälat Warnfried Barmann begrüßte. Musikalisch begleitetet wurde die EröffnungAngela Pontius (l.) im Gespräch mit Gerhard Alt der Ausstellung von Florian Schwarz am Klavier mit „Clair de Lune“ von Claude Debussy, möglicherweise angeregt durch ein in tiefen Blau gehaltenen Bild der Künstlerin, das den gleichen Namen trägt.
Die aus Trier stammende Malerin Angela Pontius, die in Wadgassen lebt, hat früh mit dem Zeichnen begonnen, erzählte sie im Gespräch mit Gerhard Alt. Sehr früh ist sie dem Werkstoff Ton begegnet, zunächst bei Modellierkursen in der Schweiz. Die dort erworbenen Kenntnisse vertiefte sie 1980er Jahren an der europäischen Akademie Trier Während des Rundgangs (vrnl) Horst Ziegler, Angela Pontius, Gerhard Altund im Keramikstudio G.Bidinger. Ab etwa 1990 wendete sie sich verstärkt Zeichnungen , Graphiken und der Malerei zu. Seit 1997 ist sie Mitglied der Künstlergruppe Untere Saar.

Ihre Bilder haben Titel. Diese Titel sollen in eine Richtung weisen, einen Denkanstoß gaben, aber dennoch den Betrachter nicht in eine bestimmte Richtung lenken. Er soll selbst entscheiden, was er beim Betrachten des Bildes empfindet, sagt die Künstlerin. Dazu trägt sicher ihr Stil bei, in dem sie häufig Gegensätzliches zusammenfügt. Sie versucht menschlicheViele Besucher zeigten Interesse an den ausgestellten Bildern Begebenheiten zu reflektieren, zu zeigen wie sich Menschen in Situationen einfinden. Menschliche Befindlichkeit interessiert sie. „Dies ist immer ein modernes Thema, egal wie alt die Menschheit wird“, sagt sie und fügt hinzu „der Natur etwas hinzuzufügen, dazu fühle ich mich nicht berufen. Sie ist schon perfekt. Bei der überwiegend abstrahierenden Gestaltungsweise ergeben sich oft überraschende Einblicke, das fasziniert mich“.
Dies lässt sich auch an den verwendeten Techniken erkennen. Improvisation und Intuition treffen hier Komposition und Zielsetzung. Grundlage ist häufig Die  Bilder fanden viel Aufmerksamkeitdie Zeichnung, feine Linien mit Kreide, fast ziseliert, verbinden sich mit zarter, aber auch mit starker Tusche. Sie kontrastieren miteinander, oft fühlt man sich an Aquarelle erinnert.
Die Bilder hängen in der Ausstellung thematisch zusammen und bilden Zyklen wie „Venice“ oder „Marionettenspieler“. Trotzdem steht jedes Bild für sich und kann Denkanstöße auslösen. „Manchmal“, so erzählt sie, „ habe ich ein Bild fertig gemalt, dann ruht es eine gewisse Zeit und ich nehme es wieder hervor und füge etwas hinzu, verändere es und es entsteht etwas ganz anderes“.

Die Ausstellung ist bis zum 30.August geöffnet. Sie kann von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitags von 8 bis 13 Uhr besucht werden. Zum Abschluss der Ausstellung führt Angela Pontius am 30. August ab 13.30 Uhr durch ihre Ausstellung. Für die Führung sollte man sich anmelden unter Tel.: 06831/76020.

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