Ein echtes Bupricher Facebook mit Nostalgiecharakter

…so nannte Laudator Dieter Lorig den „Bupricher Bilderbogen 2“, den Heimatforscher Elmar Schmitt jetzt fertiggestellt hat. Vorgestellt wurde das Werk dieser Tage in derOrtsvprsteher Bernd Valentin begrüßte die  Gaäste im  Alt-Bupprich altehrwürdigen Gaststätte „Alt-Bupprich“. Unter den zahlreichen Besuchern, die die Gaststätte bis zum letzten Stehplatz füllten, weilten zahlreiche Ehrengäste wie Bürgermeister Wolfram Lang und Anne Paulus von der Schmelzer Gemeindeverwaltung, die Beigeordneten Rosi Grewenig und Hanko Zachow, die Ortsvorsteher Bernd Valentin neben den anderen Besuchern willkommen hieß. Zum Einstieg in die Veranstaltung trug Gisela Theis Gedichte von Ewald Sturm vor, bevor der Autor des Bilderbogens mit dem Vortrag „Legende und Wahrheit zur Wiederbesiedlung Buprichs nach dem 30 jährigen Krieg“ einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte gab, natürlich in Mundart.
Autor Elmar Schmitt hielt enen launigen Vortrag zu Thema Legende und Wahrheit   1493Anschließend stellte der Bilsdorfer Journalist Dieter Lorig facettenreich die zweite Ausgabe des Bupricher Bilderbogens vor. Der erste Band ist im Vorjahr erschienen und war bereits recht erfolgreich. Der zweite Band des Werkes von Elmar Schmitt steht unter dem Motto: „Geschichte soll sichtbar werden in Bildern des Alltages“, informierte Dieter Lorig.

 

Eine Zeitreise durch die Historie
„Jede Seite dieses Bildbandes weckt Erinnerungen an Personen, Ereignisse, Sitten und Gebräuche, aber auch alte Gebäude in Buprich“, hob der Laudator hervor und fügte hinzu „der neue Bildband ist eine gelungene Zeitreise durch die Historie von Buprich“. Schwerpunkte der Bildmotive seien Menschen in verschiedenen Lebenssituationen, auf alten Schul- oder Kindergartenfotos, bei Jahrgangstreffen, bei Hochzeiten, Journalist Dieter Lorig präsentierte das neue  Buch   1496beim Feiern im Fasching, in der Familie, beispielsweise an Silvester, im Zusammenhang mit der Kirche oder etwa bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie der Kartoffelernte. Weitere Schwerpunkte sind alte Gebäude, etwa Arbeiter- und Bauernhäusern. Erinnerungen an längst vergessene Veranstaltungen, wie beispielsweise das Motorrad-Rennen in Hüttersdorf/Buprich in den 1930er-Jahren oder die Segnung von Vespa-Rollern im Jahr 1957, sind dokumentiert.
Mit Bild- und Textbeiträgen wird auch an etliche bekanntgewordene Bupricher Persönlichkeiten erinnert wie beispielweise an Hermann Erbel, der als Schlagzeuger der bekannten Rockband „Die Scorpions“ unter seinem Künstlernamen Rarebell zu Ruhm und Ehre gelangte.

Dunkle Kapitel nicht ausgeblendet
Dieter Lorig wies auch darauf hin: „Der Bildband ist auch eine Mahnung für heutige und zukünftige Generationen, denn Autor Elmar Schmitt hat das dunkle Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte in seinem Werk nicht ausgeblendet.
Er beschreibt auch die schlimme Zeit des Zweiten Weltkrieges und belegt diese mit Die Gaststätte Alt Bupprich war bis auf den  letzten Platz gefüllt 1489einigen Bilddokumenten. Einen etwas breiteren textlichen Raum gibt der Autor den Geschehnissen in den letzten Kriegsmonaten, vor allem der Evakuierung der Bevölkerung.
Ebenso beschreibt er den schlimmen Luftangriff der Alliierten im Januar 1945 auf das RAD-Lager in der Primsaue zwischen Hüttersdorf und Körprich. Dabei kamen 200 russische Zwangsarbeiter ums Leben….
Auch auf die Gestaltung des Buches ging Lorig ein. Er sagte: „Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, hat mich allein schon die äußere Gestaltung mit dem glänzenden Hardcover und das geschmackvoll gestaltete Design beeindruckt“. GlücBei der gelungenen Präsentation des Buppricher Bilderbogens 2 1478kwünsche dafür richtete er an die Körpricher Grafikdesignerin Katja Frank .
An den Autor Elmar Schmitt gerichtet sagte er: „Für mich ist das Werk ein echtes Bupricher Facebook mit Nostalgiecharakter! Es ist eine Bereicherung für die Dorfkultur. Das Buch ist auch ein Nachschlagewerk von bleibendem Nutzen. Es wird nie unmodern und bietet unendlich viel Gesprächsstoff in den Bupricher Familien“.
Bürgermeister Wolfram Lang beglückwünschte den Autor zu seinem gelungenen Werk und hob ebenso wie Ortsvorsteher Valentin ebenso die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor. Das Buch ist in einer Erstauflage von 200 Exemplaren erschienen und kostet 15 Euro.

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