Diamonds bereiten sich zum Jahresabschluss selbst ein Geschenk

Wer hätte das erwartet? – Die Diamonds beenden das Jahr 2019 mit zwei Siegen in Serie und überwintern im Mittelfeld der Tabelle. Nach der Glanzleistung gegen Mainz konnte jetzt auch Speyer besiegt werden.
Wenn ein saarländisches Team gegen eine Mannschaft aus der Pfalz antreten, dann entsteht das ewig junge Duell „Saarland gegen die Pfalz“. Da es in der Natur des Saarländers liegt, besonders gegen seine Pfälzer Freunde möglichst gut aussehen zu wollen, war die Motivation vor dem Spiel dementsprechend hoch. Wenn man dann auch noch mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn ins Mittelfeld der Liga vorrücken kann, dann darf man einfach nicht verlieren.

Die Partie gegen die Domstädterinnen begann entsprechend gut. Eine solide Defensivleistung zu Beginn des Spiels wurde in erfolgreichen Tempobasketball umgewandelt. Schnell stand auf der Anzeige eine Führung für die Saarländerinnen. Doch leider wurde in dieser Phase zu leichtfertig mit einfachsten Korbchancen umgegangen. Was folgte war ein Lauf von Speyer und ein Rückstand mit 21:14 am Ende des ersten Viertels. Der ursprüngliche Gameplan wurde verändert. Die Towers, anders als ursprünglich erwartet aufgestellt, trafen anfangs zu gut, so dass Trainer Rouven Behnke auf Ganzfeldverteidigung umstellte. Das gelang auch zusehends. Doch die Offensive war noch nicht perfekt. Zu viele Einzelaktionen endeten erfolglos. Am anderen Ende des Bretts beherrschte Speyer zu diesem Zeitpunkt den Offensivrebound, Erinnerungen an das Hinspiel vor einem Monat wurden wach. Zur Halbzeit lagen die Diamonds mit 43 zu 34 zurück.

Trotz des Rückstands zur Halbzeit war bei Trainer Rouven Behnke und seinen Schützlingen sofort klar: Hier geht heute was! Plan war es den ersatzgeschwächten Speyrer Aufbauspielerinnen das Leben im zweiten Abschnitt wesentlich schwerer zu machen – und das gelang bravourös. Maja Ensch, Myrielle Platte und Gina Groß machten Holzschuh und Co. Das Leben nun richtig schwer. Sichtlich schwanden bei Speyer die Reserven. Die Diamonds jedoch fanden jetzt richtig ins Spiel. Besonders Sarah Belzer übernahm offensiv das Kommando. Ihr gelang am Ende ein Karrierebestwert von 21 Punkten. Nach einem 21 zu 15 zugunsten der Diamonds im dritten Viertel war man wieder in Schlagdistanz.
Wendion Bibbins    Beflügelt von einem guten dritten Viertel und dem lautstarken Support der mitgereisten Fans, erhöhten die Diamonds im letzten Viertel das Tempo noch einmal. Während die Gegner immer müder wurden, war man endlich auch mal von jenseits der Dreierlinie erfolgreich. Nach drei Vierteln Flaute von außen, gelangen die beiden einzigen Dreipunkttreffer im letzten Spielabschnitt. Zunächst konnte Maja Ensch mit ihrem Dreier die Führung einleiten. Myrielle Platte traf dann aus der Ecke und konterte das letzte Aufbäumen der Domstädterinnen. Am Ende war es dann Wendion Bibis, die den Sieg mit wichtigen Punkten am Brett nach Hause fuhr und mit 27 Punkten und 14 Rebounds wieder ein Double Double erzielte und einmal mehr erfolgreichste Korbschützin der Diamonds war. Mit einem 81:70 Endstand konnte man den dritten Saisonsieg bejubeln, zumal man damit in der Tabelle zwei Plätze nach vorne rückte. Und den Plan für 2020 festschrieb: noch öfter jubeln.

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