Drei DM-Medaillen für SLB-Athletinnen

Bei den Deutschen Leichtathletik Hallenmeisterschaften in Leipzig waren ausschließlich Frauen des SLB am Start und erreichten sechsmal einen Finalplatz. Die drei Rehlingerinnen eroberten jeweils eine Medaille. Während die Silbermedaille für Laura Müller kaum überraschte, waren die Bronzemedaillen von Vera Hoffmann und vor allem von Lisa Maihöfer nicht zu erwarten gewesen.

200222-Maihöfer-Lisa_Adjei-Abigail-02_Foto Lutwin Jungmann bLisa Maihöfer setzte gleich im Vorlauf über 60 Meter Hürden ein Ausrufezeichen. Angereist mit einer persönlichen Jahresbestzeit von 8,40 Sekunden, hatte die Siebenkämpferin das Ziel im Auge, wie im Vorjahr den Endlauf zu erreichen. Doch es kam viel besser. Nach einem perfekten Start huschte sie fehlerfrei über die Hürden und gewann ihren Vorlauf in phänomenalen 8,25 Sekunden. Auf die Leistungsexplosion angesprochen rätselte Lisa selbst: „Ich weiß nicht, es fühlte sich so leicht an.“ Abigail Adjei (SV GO! Saar 05 Saarbrücken) gelangte als Siebtschnellste mit 8,47 Sekunden ebenfalls ins Finale. Knapp zwei Stunden später lieferte Lisa Maihöfer wieder eine Topleistung ab. Im Finale rannte sie noch eine Hundertstelsekunde schneller und jubelte über den dritten Platz hinter den Spezialistinnen Caroline Klein (Leverkusen, 8,15 Sek.) und Ricarda Lobe (Mannheim, 8,19 Sek.). Abigail Adjei lief nach 8,50 Sekunden als Siebte ins Ziel. In den 800-Meter-Vorläufen verpasste Mawoin Beavogui (LAZ Saarbrücken) als Zwölfte zwar den Endlauf, stellte aber mit 2:12,07 Minuten eine persönliche Saisonbestleistung auf.

Topfit präsentierte sich am nächsten Nachmittag Lea Halmanns (SV GO! Saar 05 Saarbrücken) im Hochsprung. Genau zum richtigen Zeitpunkt stellte sie mit 1,80 Metern eine persönliche Jahresbestleistung auf und belegte einen respektablen 5. Platz. Etwa zur selben Zeit absolvierte Abigail Adjei ihren Vorlauf über 200 Meter. Mit 24,41 Sekunden erzielte sie eine persönliche Bestzeit und war damit, genau wie im Vorjahr, Neuntschnellste.

200223-Laura Müller (r) _Foto Lutwin Jungmann Laura Müller, die sich am Vortag über 400 Meter als Zweitschnellste für den Endlauf qualifiziert hatte, war als nächste an der Reihe. Nach 200 Metern bog sie an dritter Position in die zweite Runde ein. Vor ihr die junge Corinna Schwab und die Vorlaufschnellste Mona Mayer (beide Regensburg). Bald schob sich Laura Müller an die zweite Stelle und nahm die Verfolgung der führenden Corinna Schwab auf. Die aber lief das Rennen ihres Lebens und wehrte den Schlussangriff der Rehlingerin ab. Mit deutscher Jahresbestzeit von 52,52 Sekunden holte sie ihren ersten deutschen Meistertitel vor Laura Müller, die mit 52,92 Sekunden zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Halle unter 53 Sekunden blieb und nur 13 Hundertstel über ihrem pLaura Müller-Laura Müller schaut Corinna Schwab über die Schulter Foto Lutwin Jungmann bersönlichen Hallenrekord. Angesichts der erzielten Zeit war sie mit dem zweiten Platz hoch zufrieden. . „Es ist gut gelaufen, ich bin froh, dass es eine Zeit unter 53 geworden ist. Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber es war dieses Jahr keine Priorität, in der Halle in Topform zu sein.“ Die 400 Meter versteht sie als „Zubringerstrecke für die 200 Meter“, die im Sommer im Fokus stehen.

Vera Hoffmann konnte über 1.500 Meter nach der sicheren Vorlaufqualifikation vom Samstag damit liebäugeln, am Sonntag eine Medaille zu gewinnen. Das Rennen mit neun Finalistinnen begann in sanftem Tempo und mit taktischer Zurückhaltung (800 m in 2:32 200223-Hoffmann-Vera-06_Foto Lutwin Jungmann bMin.), so dass die Rehlingerin sich in Geduld üben musste, bis im letzten Drittel der Strecke die Post abging. Während vorne die Favoritinnen Hanna Klein (Tübingen) und Caterina Granz (Berlin) zu Gold und Silber davoneilten, setzte sich Verena Hoffmann an dritter Position mit Kerstin Hirscher (Fürth) auseinander. Am Ende entschied sie das Duell um Bronze in 4:25,96 Minuten deutlich für sich. Die Rehlinger Erfolgsserie vervollständigte Lisa Maihöfer, diesmal im Weitsprung. Mit neuer Jahresbestleistung von 6,17 Metern im sechsten Versuch landete sie auf dem 6. Platz. Drei Medaillen und drei weitere Endkampfplätze, das war für den SLB eine etwas bessere Bilanz als vor einem Jahr mit zwei Bronzemedaillen und drei weiteren Finalplätzen.

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