Tweet Merzig. Die beste GS aller Zeiten, so oder so ähnlich klingt es derzeit durch den Blätterwald der deutschen Fachzeitschriften. Die Rede ist von...
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Kreis Saarlouis. In einem Kooperationsvertrag hatten der Landkreis Saarlouis und das Institut für Gesundheitsforschung und –technologie (igft) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes 2010 die Entwicklung eines Kreisseniorenplanes vereinbart. Das Ergebnis stellte nun Landrat Patrik Lauer in Form einer handlichen 24-seitigen Broschüre im DRK-Gästehaus in Hülzweiler vor.
„Die demografische Entwicklung hat uns fest im Griff: Wir werden älter, weniger, mobiler und einsamer; die alten Familienstrukturen wird es bald nicht mehr geben“, so resümiert Landrat Patrik Lauer. Die neue Broschüre, von der Leitstelle Älterwerden in Kooperation mit dem „igft“ erarbeitet, liefere wichtige Daten für die künftige Seniorenplanung. „Älter werden bedeutet nicht gleich pflegebedürftig werden“ sagte der Landrat und mahnte, Seniorenarbeit nicht mit Pflegearbeit zu verwechseln. Gerade bei der Ehrenamtsarbeit zeigten die Senioren, welch ungeheurer Schatz in ihnen stecke. Lauer betonte, in zahlreichen Gemeinden werde seit Jahren gute Seniorenarbeit geleistet. Auch der Kreistag würdige die Bedeutung der Seniorenmoderatoren durch seinen Beschluss, 60 Prozent der Personalkosten für einen Seniorenmoderator zu übernehmen. Trotz der großen Gruppe der agilen Senioren gebe die Broschüre auch Einblick in die pflegerische Versorgungsstruktur und zukünftigen Pflegebedarfe. Die Tatsache, dass Dreiviertel der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt würden, erfordere Handeln und damit neue Angebote zu schaffen, um durch den Ausbau von Kurzzeit- und Tagespflegeplätzen die Angehörigen zu entlasten.
Die neue Broschüre ist kostenlos bei der Leistelle Älterwerden zu erhalten unter Telefon (06831) 444-226 und ist im Internet abrufbar unter www.kreis-saarlouis.de (pdl)