Ehemaliges Lebacher Bauernhaus wird ein Zentrum für Ökologie und Umweltschutz

Die ersten Hürden sind genommen. Der BUND Saarland plant nicht nur eine neue Anlaufstelle. Für die Vermittlung von Themen und Zusammenhängen rund um Natur- und Umweltschutz soll zugleich ein „Zentrum für Ökologie und Umweltschutz“ entstehen. Zu diesem Zweck hat der Landesverband das denkmalgeschützte südwestdeutsche Bauernhaus „Haus Eckert“ in der Jabacher Straße in Lebach erworben. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt Sanierung und Umbau des Gebäudekomplexes mit insgesamt rund 200.000 Euro. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid überreichte Minister Reinhold Jost dem Landesvorsitzenden des BUND, Christoph Hassel, bei einem Besichtigungstermin vor Ort.  
„Ich freue mich, dass der BUND ein solch erhaltenswertes, historisches Bauernhausensemble in Kooperation mit weiteren Akteuren zu einem lebendigen Standort der Umweltbildung weiterentwickeln möchte. Wir unterstützen diesen Kraftakt gerne. Ich bin sicher, dass von diesem Projekt viele Impulse ausgehen werden im Sinne eines besseren Verständnisses und mehr Wissen über Natur und Umwelt“, betonte Minister Jost.
Das Foto zeigt (vlnr) Von links: der ehemalige Besitzer des „Hauses Eckert“, Dr. Michael Eckert, Minister Reinhold Jost und der BUND-Landesvorsitzende Christoph Hassel. Foto: BUND LV Saa
Entstehen soll in Lebach ein lebendiger Ort der Umweltbildung. Es ist geplant, im Ober-geschoss des Haupt-hauses die Ver-waltung und Büros des BUND Saarland unterzubringen und im Erdgeschoss Ausstellungs- und Seminarräume sowie Schülerlabore für verschiedenste Angebote rund um Ökologie und Umwelt zu schaffen. Parallel soll der miterworbene Schweinestall zu einem weiteren größeren Seminar- und Konferenzraum umgebaut werden. Als weitere Chance, ein auch überregional wirkendes Umwelt- und Bildungszentrum zu etablieren, sieht der BUND Saar in der geplanten Übernahme von Flächen und Gebäuden gegenüber dem alten Bauernhaus.
Durchführung von Bildungsangeboten geplant
„Wir freuen uns sehr über die Förderung durch das Ministerium. Das zukünftige BUND-Zentrum für Ökologie und Umweltschutz ist ein wichtiger Baustein für die Durchführung von Bildungsangeboten. Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) dient hierbei als Richtschnur für unsere Angebote“, erklärte Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.
Das Konzept ist dabei nicht alleine auf den BUND, sondern auf eine multifunktionale Nutzung ausgelegt, das der BUND mit Partnern bespielen will. Neben dem Energieeffizienz Netzwerk Saarlouis, dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland und dem saarländischen Imkerverband haben auch bereits die Stadt und die VHS Lebach ihr Interesse bekundet, die neu entstehenden Räume für öffentliche Vereins-, Schul- und Bildungszwecke nutzen.

Diese über die reinen Vereinszwecke hinausgehende öffentliche Nutzbarkeit war gleichzeitig die Grundlage für die Förderwürdigkeit des Innenausbaus mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) im Rahmen der Dorfentwicklung.
Da es sich beim Haupthaus und dem ehemaligen Schweinestall um zwei getrennte Gebäude handelt, konnten hier zwei separate Zuwendungen für Umbau/Revitalisierung gewährt werden. Die Sanierung der äußeren Hülle des denkmalgeschützten Gebäudes ist im Sinne der Erhaltung des ländlichen kulturellen Erbes ein eigener Fördergegenstand. Somit konnten in Verbindung mit dem vorgelegten Nutzungskonzept alle drei vom BUND vorgelegten Förderanträge für das Gesamtvorhaben „ BUND-Zentrum für Ökologie und Umweltschutz“ im Rahmen der privaten Dorfentwicklung bewilligt werden.

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