Christine Streichert Clivot besteht auf Hauptschul-Tests

Einem Bericht in der Saarbrücker Zeitung zufolge wird sich ab diesem Montag die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen müssen, mehr als verdoppeln.
In dem Bericht heißt es „Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die von diesem Montag, 18. Januar, an der Präsenz Pflicht im Saarland nachkommen müssen, wird sich im Vergleich zum vergangenen Montag mehr als verdoppeln. Rund 9750 Schülerinnen und Schülerströmen dann wieder zu ihren Bildungsstätten, darunter neben den Abiturienten auch 3500 Gemeinschaftsschülerinnen und schüler der 9. und 10. Klassen, die im späten Frühjahr einen Mittleren oder Hauptschulabschluss anstreben. So wie etwa 2250 Berufsschülerinnen und .schüler, die auf ein Fach Abitur zuarbeiten“.

Die Elternvertretungen sind anderer Auffassung als die Ministerin und machen das auch in einem offenen Brief an Kultusministerin Christine Streicher Clivot deutlich. Sie fordern, dass im Saarland wie in fast der Hälfte der anderen Bundesländer (Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen) in diesem Schuljahr auf die zusätzlichen Hauptschulprüfungen verzichtet wird. „Die Hauptschulabschlussprüfungen sind, anders als die Abitur­prüfungen, von der KMK nicht vorgeschrieben und werden in vielen Bundesländern ohnehin nicht durchgeführt“, erklärten die beiden Elternvertreter Schumacher und Strube.

Streichert Clivot will jedoch nicht über einen Verzicht auf die Hauptschulabschlussprüfungen mit sich reden lassen und erteilte dem Vorstoß eine klare Absage.

Viele Eltern sind über sie starre Haltung der Ministerin erbost. Uns liegen verschiedene Meinungsäußerungen vor, die kein Verständnis dafür zeigen. Beispielsweise erhebt sich die Frage was die Ministerin tun will, wenn in der Konferenz der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten/innen am Dienstag aufgrund der weiterhin gefährlich hohen Infektionslage die komplette Schließung der  Kitas und Schulen gefordert wird gerade und auch im Hinblick auf die Mutationen des Virus. Will die Ministerin dann die Verantwortung übernehmen, dass nicht nur viele Kinder erkranken, sondern dass diese auch das Virus in ihre Familien tragen? Mittlerweile gilt es bekanntlich als sicher, dass Kinder und Jugendliche ebenso infektiös sind wie Erwachsene.

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