Die Herry Schmitt Combo begeisterte

9414Merzig (aram). Das Theaterschiff machte am Anleger in Merzig fest und hatte an zwei Abenden illustre Gäste an Bord. Am ersten Abend gastierte Herry Schmitt mit seiner Band, zu der neben Herry Schmitt (Piano) Gabriele Gerstner (Gesang), Jochen Lauer (Schlagzeug) und Dominic Schmitt (Schlagzeug) gehören. Die Band, die in dieser Formation etwa seit einem Jahr zusammenwirkt, hat sich zu einem ausgesprochen hörenswerten Ensemble entwickelt, davon konnten sich an diesem Abend die zahlreichen Besucher im vollbesetzten Theaterschiff überzeugen. Die vier Musiker 9435haben ein breit gefasstes Repertoire erarbeitet, das deutsche, englische, französische Titel umfasst, in dem kräftig ge“swingt“ wird, aber auch Schlager, Musicalmelodien oder Chansons ihren Platz haben. Zwischendrin findet auch mal ein instrumentaler Klassiker wie Johann Sebastian Bach seinen Platz. Interessant wird es, wenn Herry Schmitt Johann Strauß mit Satchmo Louis Armstrong zusammentreffen lässt und dieser dann Strauß vorspielt wie der Kaiserwalzer bei ihm klingen würde. Aber auch wenn Gabriele Gerstner ihre vielseitige Stimme erhebt, gleichgültig ob es sich um einen deutschen Schlager handelt oder ein Chanson wird es still im Bauch des Schiffes, gespannt hört man zu.
Aber auch wenn Joch9437en Lauer, von Herry Schmitt als einer besten saarländischen Bassisten angekündigt, die Saiten seines Instrumentes bearbeitet, findet er viel Aufmerksamkeit. Auch der junge Schlagzeuger, Sohn von Herry Schmitt – bekanntlich fällt der Apfel ja nicht weit vom Stamm – lässt Qualitäten erkennen. Zwischendrin packt Herry dann Mundartstücke aus, selbst komponiert, nachdenklich wie etwa der „Blaumann“.
Die Band, eigentlich eher eine Combo, beweist an diesem Abend beachtlich Qualität, die sie – wie man hört – auch schon mehrfach außerhalb der Landesgrenzen in Paris, Berlin, Konstanz und Basel bewiesen hat. Die Besucher an diesem Abend auf dem Theaterschiff sind jedenfalls begeistert, der Applaus langanhaltend und ohne Zugabe gab es natürlich kein Davonkommen.

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