Die Schalthaus-Siedlung grünt auf!

Projekt „Bunte Schatzkiste – Obst und Gemüse aus dem Hochbeet“ gestartet

In Kooperation zwischen dem SOS-Gemeinwesen-Treffpunkt und der Kreisstadt Merzig werden gemeinsam mit den Bewohnern Hochbeete in der Siedlung aufgestellt und bepflanzt.

Seit 25 Jahren ist das SOS-Kinderdorf Saar in der Schalthaussiedlung, einem ehemaligen sozialen Brennpunkt der Stadt Merzig, mit dem SOS-Gemeinwesen-Treffpunkt vor Ort aktiv. Die Initiative zur Stärkung sozial benachteiligter Familien entwickelte bisher eine Vielzahl verschiedener Projekte, um gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die persönliche Situation zu verbessern. Seit letztem Jahr wird ein Leuchtturm-Projekt gefördert, mit dem Ziel, Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenslagen durch mentale, psychische und körperliche Gesundheit zu stärken. Das Projekt „Best Health Care“ soll den Menschen in der Schalthaussiedlung „Gesundheit als lebensbegleitendes Thema“ näher bringen. Hieraus entstanden bereits verschiedene Projekte wie sportliche Aktivitäten, Vorträge, Erlebnistage und ein tolles Kochbuch mit internationalen Gerichten, welches die Bewohnerinnen und Bewohner selbst mitgestalten konnten.
Sandra Steffen, Mitarbeiterin des Gemeinwesentreffs und Multiplikatorin für Best Health Care, hatte durch den Austausch mit den Menschen vor Ort die Idee der bunten Schatzkisten entwickelt: “Die Hochbeete bieten die Möglichkeit, kostengünstig und wohnungsnah eigenes Gemüse anzubauen. Vielen Kindern ist gar nicht so genau bewusst, wo ihr Obst und Gemüse herkommt und wie diese angebaut werden. Durch das Projekt wird ihnen die Möglichkeit gegeben, den gesamten Wachstumsprozess vom Samenkorn bis zur Ernte des fertigen Erzeugnisses mitzuerleben”.

Das Projekt “Bunte Schatzkiste – Gemüse, Salat und Kräuter aus dem Hochbeet” soll den Menschen das Thema “gesunde Ernährung” näher bringen. Viele Studien belegen inzwischen die ungleiche Verteilung von Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken in der Bevölkerung. So ist das Zusammenwirken von Armut, geringem Einkommen und sozialer Benachteiligung oftmals mit einem schlechteren Gesundheitszustand verbunden. Aus diesem Grund steht im Zentrum des Projekts Gesundheitliche Chancengleichheit die Verringerung sozial bedingter Ungleichheiten mit direktem Bezug auf die Gesundheit. Dies soll insbesondere mit dem Ziel erreicht werden, die Gesundheit zu verbessern und Kindern die Möglichkeit geben, gesund aufzuwachsen.

 bei der Anlage eines Hochbeetes in der Schalthaussiedlung
Die städtischen Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Familie und Soziales, Heike Wagner und Pia Schäfer, unterstützen das SOS-Team bereits bei der Projektentwicklung und -Planung. Der Baubetriebshof stellt das Füllmaterial für die Hochbeete bereit. Zudem wird das Projekt über den “Verfügungsfonds Soziale Stadt” der Kreisstadt Merzig gefördert.

Stellvertretend für Bürgermeister Marcus Hoffeld war der Beigeordnete Christian Bies zur Aufstellung eines der Hochbeete in die Siedlung gekommen und überreichte erste Setzlinge für das neue Pflanzbeet an die Familie Graß und den GT.

Der Start der Aktion zum Frühjahr musste aufgrund der Pandemie leider immer wieder aufgeschoben werden. Flyer wurden bereits im Vorfeld an alle Haushalte verteilt, welche über das Projekt informierten. Viele positive Rückmeldungen kamen von den Anwohnern der Siedlung, einhergehend mit einer Vielzahl an Interessensbekundungen zur Übernahme einer Hochbeet-Patenschaft. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften unterstützt das gesamte Team des Gemeinwesen-Treffs, Susanna Binz (Bereichsleitung Gemeinwesen und Familienhilfe), Sandra Steffen, Verena Pitsch und Timo Wilhelm während der Ferienzeit alle Familien beim Aufbau und Bepflanzung der Hochbeete. Desweiteren hat die Dorfmeisterei des SOS-Kinderdorfes Saar in Hilbringen die Aktion tatkräftig unterstützt und beim Transport der Baumaterialien geholfen.
Die Kreisstadt Merzig dankt allen Beteiligten für das tolle Projekt!

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