Divi Chef Gernot Marx fordert schnelle Entscheidung

Gernot Marx, der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, hat vor stark steigenden Zahlen an Corona-Intensivpatienten erneut gewarnt. Nach seiner Prognose wird es Ende April 6000 Infizierte auf Intensivstationen geben. Das wäre ein neuer Höchststand: der bisherige Höchststand waren 5700 Patienten Anfang Januar.

Marx forderte Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer auf, das geplante vierte bundeseinheitliche Infektionsschutzgesetz schnellstens, möglichst noch diese Woche zu verabschieden. Er sagte „Wenn das Gesetz erst Ende April verabschiedet wird, werden es 7000 Patienten sein, die ein Intensivbett benötigen. Es wird dann viele Patienten geben, die schwer erkranken und auch viele, die das nicht überleben“.

Die Intensivmediziner warnen bereits seit vielen Wochen vor einer Überlastung der Krankenhäuser und weisen darauf hin, dass das Pflegepersonal „ausgebrannt“ sei. SPD Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagte bei Maischberger, e gebe bereits jetzt Krankenhäuser, die eine „weiche Triage“ anwenden müssten. Dabei werden Patienten, die eigentlich ein Intensivbett benötigen – keinesfalls nur COVID 19 Patienten – abgewiesen, weil keine Betten mehr frei sind.

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