Royals holen sich die ersten Punkte der Saison

In den ersten vier Spielen der aktuellen Saisongingen die Basketballerinnen des BC Saarlouis leer aus. Es begann bereits das Grübeln. Sollte es wieder eine solche Zittersaison werden wie in den zurückliegenden Jahren? Mit den Veilchen aus Göttingen kam die richtige Mannschaft nach Saarlouis um das auszutesten. Und die hatten sich auch etwas ausgerechnet und dachten vielleicht wer viermal verliert, müsste doch auch im fünften Spiel zu packen sein , Aaaaber „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst Du nur denkst…“.
Adison RichardsAnders als im letzten Spiel gegen Wasserburg,legten die Royals diesmal eben nicht los wie die Feuerwehr, sondern eher etwas zurückhaltend, abwartend, auf sichere Defense bedacht und das war ja in den vergangenen Spiele eher eine der Achillesfersen. Aber auch die Gäste aus Göttingen begannen verhalten. Keine Wunder also, dass sich die Zahl der Treffer in Grenzen hielt 14 : 14 hieß es nach dem ersten Viertel. Im zweiten Viertel erarbeiteten die Veilchen dann einen kleinen Vorsprung, sie gewannen es mit 14:18. Pausenstand also 28 :32. Unter den rund 150 machte sich so etwas wie Enttäuschung breit, mancher dachte an die letzten Spiele, bei denen nach der Pause dann eine Schwächeperiode der Royals zu verzeichnen war. Aber „wenn du denkst, Du denkst, dann…“ siehe oben.
Plötzlich trafen die Saarlouiser Spielerinnen, es wurde mannschaftsdienlicher gespielt, Einzelaktionen mit der Brechstange blieben aus. Vielleicht, nein bestimmt, trug ein9170 Wechsel dazu bei: Anfang der Woche hatte sich Tina Cvijanovic einen Bänderriss zugezogen. Einen längerer Ausfall zeichnete sich ab. Schnell reagierte der Vorstand: mit der 29jährigen Polin Magdalena Zietara war eine erfahrene Spielerin, die auch schon mehrfach im Nationalteam ihres Heimatlandes gestanden hatte zur Verfügung. Die 180 Zentimeter große Spielerin gilt als Allrounderin. Sie hatte sich bereits nach ganz wenigen Trainingseinheiten in das Team eingefügt und erhielt von Chefcoach Saulius Vadopalas gleich im ersten Spiel 37 Minuten Spielzeit, für die sich mit 11 erzielten Punkten bedankte. Das dritte Viertel wurde mit 21:13 eine ziemlich klare Angelegenheit für die Gastgeberinnen, die aus einem Vierpunkte Rückstand einen vier Punkte Vorsprung machten.
Die neue (Nr.7 ) Magdalena Zietara 9185Addison Richards, Antonia Peresson und Magaly Meynadier waren in dieser Phase gleichermaßen voll da Was in den letzten Spielen „in die Hose ging“, klappte plötzlich. Dreier fielen, Adison Richards traf wie in der Vorsaison, Magaly Meynadier erwies sich als der erwartete Gewinn – kurzum vieles klappte so wie man sich das gewünscht und vorgestellt hatte. Gleich zu Beginn des letzten Viertels fielen auch die Dreier ins Netz,innerhalb von 60 Sekunden trafen Meynadier, Richards, Zietara und der Vorsprung war auf 58:47 ausgebaut, die Vorentscheidung war gefallen – 72:60 hieß es am Ende.

Für die Royals punkteten: Richards (22), Zietara (11), Peresson (10), Meynadier (10), Scott (10), Äijänen (5), Hjern (2), Thompson (2)

Bei den Gästen überzeugten Pullins (20), Tudor (9) und Jenny Crowder (8).

Nach dem Sieg kam der Wermutstropfen

Der Jubel war groß. Ebenso der Applaus in der Stadtgartenhalle. Doch dann einige Minuten später, in der Kabine gab es einen unerwarteten Wermutstropfen: Chefcoach Saulius Vadopalas bedankte sich bei seiner Mannschaft und teilte ihr im gleichen Atemzug mit, dass dieses Spiel das letzte Spiel unter seiner Leitung war. Völlig unerwartet beendete der 67jährige seine Karriere im Profibasketball, vermutlich aus gesundheitlichen Gründen – so war zu hören. Er hatte um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Vadopalas hatte im Spätherbst 2019 die Trainingsleitung der Royals zum zweiten Mal übernommen und den glücklosen Marc Hahnemann ersetzt. Bereits in der Saison 2015/16 war er zum ersten Mal Chefcoach der Royals gewesen.

Bei der Suche nach einem Nachfolger ist man in Saarlouis sehr schnell fündig geworden: Die Entscheidung fiel einstimmig auf die Spanierin Isabel Fernández, die in den Vorjahren bereits in der Liga bei den Eisvögeln in Freiburg gearbeitet hat. Fernández ist eine erfahrene Trainerin mit klaren Vorstellungen und Zielen. In einer Presseerklärung des Vorstandes heißt es: „Ihr Konzept hat uns überzeugt und wir schenken ihr unser Vertrauen. Fernández wird bereits beim nächsten Spiel in Heidelberg auf der Bank sitzen. Sie wird sowohl im Training als auch bei den Spielen weiterhin von dem bisherigen Co-Trainer Ricky Easterling unterstützt“.

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