Kreisstadt Merzig: Hochwasserschutzkonzept in Auftrag gegeben

Die Hochwasserereignisse in vielen Teilen Deutschlands und in benachbarten Staaten erschüttern auch die Bürgerinnen und Bürger von Merzig. „Nicht weit von uns entfernt ließen Menschen bei dieser Naturkatastrophe ihr Leben, Häuser von zahlreichen Menschen wurden zerstört, große Teile der Infrastruktur beschädigt, teilweise sogar komplett vernichtet“, erklärt Bürgermeister Marcus Hoffeld und fügt hinzu: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Betroffenen dieser Katastrophe.“

Einige Hilfskräfte und weitere Ehrenamtliche aus Merzig haben sich in den letzten Tagen auf den Weg in die betroffenen Gebiete gemacht, um dort zu helfen. Hierfür spricht Hoffeld allen Helferinnen und Helfern seinen Dank im Namen der Kreisstadt Merzig aus.

Die Kreisstadt Merzig steht in engem Kontakt mit Verantwortlichen in der sehr stark betroffenen Region Bad Neuenahr-Ahrweiler. Aufgrund der immensen Hilfsbereitschaft sind dort mittlerweile eine Vielzahl von dringend benötigten Sachspenden angekommen, so dass dort und in vielen weiteren betroffenen Regionen die Lager derzeit komplett voll sind und momentan keine weiteren Sachspenden angenommen werden können.

Unabhängig davon kann jeder Einzelne auch jetzt helfen: Wer möchte, kann mit einer Geldspende auf eines der Spendenkonten (z.B. Aktion Deutschland Hilft e.V.; DE62 3702 0500 0000 1020 30; BIC: BFSWDE33XXX; Bank für Sozialwirtschaft; Minolta DSCHochwasserpumpwerk MerzigVerwendungszweck: Hochwasser Deutschland) die betroffenen Menschen in unserer benach-barten Region unter-stützen.

Erst vor wenigen Wochen hat die Kreisstadt Merzig ein Hochwasserschutzkonzept für die gesamte Stadt in Auftrag gegeben, das gemeinsam mit dem Landesamt für Umweltschutz erarbeitet wird. Neben der Untersuchung der topografischen Situation und der Erstellung eines Maßnahmenkataloges werden im Laufe der nächsten Monate auch Termine mit Hilfsorganisationen stattfinden, um Verbesserungen im Bereich des Hochwasserschutzes in allen Stadtteilen zu erzielen. Dabei werden auch die aus dem aktuellen Unwetter gewonnenen Erkenntnisse in dieses Konzept mit einfließen.

Darüber hinaus arbeiten alleine vier Mitarbeiter bei der Kreisstadt Merzig im Hochwasserschutz und der Gewässerunterhaltung, um Vorsorge für mögliche Starkregenereignisse zu leisten. Neben zahlreichen Aufgaben im Bereich des Hochwasserschutzes unterhalten diese unter anderem die Deichanlage in Schwemlingen sowie Besseringen, sind verantwortlich für das Pumpwerk und kümmern sich um Bachläufe in einer Länge von rund 83 Kilometern.

„Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen auch zukünftig Hochwasserereignisse und Überflutungen wohl nicht vermeiden lassen werden, in keiner Region, auch wenn wir uns alle das Gegenteil wünschen“, erklärt Hoffeld und richtet seinen Dank an die Feuerwehren und Hilfskräfte, die sich immer für die Allgemeinheit einsetzen, wenn Hilfe benötigt wird.

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