Saarland-Modell entpuppt sich als übereilte Marketing-Nummer

Die saarländische JUSO Landesvorsitzende Kira Braun bezeichnete  das “Saarland-Modell”, dass das gesamte Saarland ab  dem kommenden Dienstag (6. April 2021) als Modellregion betrachtet und  zahlreiche Lockerungen vorsieht, verbunden  mit vielerlei Tests als eine übereilte Marketingnummer. Sie sagte: „Es macht keinen Sinn sich selbst zu belügen. Die Inzidenz wird zeitnah über 100 steigen und das Saarland wird sich selbstverständlich nicht von der Entwicklung anderer Bundesländer abkoppeln können. Ministerpräsident Hans muss jetzt Verantwortung übernehmen und zurückrudern. Jeder weitere Tag der Planungsunsicherheit verursacht etwa für Gastronomen und Kultureinrichtungen immense wirtschaftliche Schäden. Viele gehen bis heute fest von einer Öffnung am Dienstag aus und planen entsprechend.“,

Weiter  erklärt sie, es sei schwer verständlich, warum die Landesregierung hier eben jenen Modellierungen von der UKS keine Beachtung geschenkt habe, die im vergangen Jahr in der Regel gute Vorhersagen ermöglicht haben. Im Grunde sei der Wille zu einer deutlichen Ausweitung der Tests in Verknüpfung mit vorsichtigen Lockerungen der richtige Weg.

„Diese aber mit einem konkreten Datum zu verknüpfen und gleichzeitig durch eine groß angelegte Marketing-Kampagne Hoffnungen zu schüren, die man absehbar nicht einhalten kann – das war ein Fehler mit Ansage“, fügt Kira Braun hinzu.  Das von Ministerpräsident Hans betitelte Saarland-Modell sehe auch grundsätzlich zu viele gleichzeitige Öffnungsschritte auf einen Schlag vor. Richtiger sei es vorsichtig Schritt für Schritt zu öffnen wie das etwa in Rheinland-Pfalz geschehe. Ein saarländischer Sonderweg nütze in der Pandemie vielleicht der Medienpräsenz des Ministerpräsidenten, ob er wirklich verantwortungsvoll und auf wissenschaftlicher Grundlage erfolgt, stehe auf einem anderen Blatt. Ein Hin und Her bei den Maßnahmen trage zur Politikverdrossenheit bei und koste enorm viel Vertrauen.“,

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