Wall-Partie–spannend bis zum Schluss

Gewonnen haben alle

8316Saarlouis. Bei der vierten Auflage der Wall-Partie traten auch in diesem Jahr die Stadtteile von Saarlouis im edlen Wettstreit etwa im Stil des altbekannten „Spiel ohne Grenzen“ gegeneinander an. Bei über 35 Grad im Schatten kämpften die Teilnehmer um die Ehre und einen großen Pokal. Sieger wurde am Ende der Stadtteil Steinrausch mit einem denkbar knappen Ein-Punkte Vorsprung.
Die Aufgabenstellung war vielfältig: Rennen, hüpfen, zielen, melken und nachdenken die Anforderungen waren groß, und das alles bei 35 Grad im Schatten.
„Möge der Bessere gewinnen“, gab Oberbürgermeister Roland Henz den Spielern zu Beginn mit auf den Weg, stellte am Ende aber fest: „Heute haben alle gewonnen“. Es war heiß, aber es hat viel Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein, ob als Teammitglied oder als Zuschauer, d8337ie ihre Mannschaften am Spielfeldrand anfeuerten, so Henz. Es musste es wissen, denn schließlich war er Zuschauer und Teil des Spiels „Stadtsäckel“, das sich die Rodener ausgedacht hatten. Dafür setzten sie den Verwaltungschef in eine riesige Registrierkasse, wo er „Goldmünzen“ von den Spielern entgegennahm. Auch beim diesjährigen Wettstreit der Stadtteile ging es wieder darum, die gegnerischen Mannschaften mit Geschick und Schnelligkeit zu übertrumpfen. In der einmaligen Spielkulisse, inmitten der Festungsmauern, gab es sieben Stunden Spaß und Unterhaltung mit abwechslungsreichen Spielen. Die Innenstadt, vertreten durch eine Gruppe junger Damen, forderte die Mitspieler zu „Himmel und Hölle“ heraus. Dabei galt es, schnellstmöglich ein Puzzle zusammenzusetzen. Die einzelnen Teile mussten allerdings zuvor aus luftiger Höhe und aus einem Gipsblock geholt werd8346en. Bei der „Lautrer Kopfnuss“ hatten die Spieler ein Soduko-Rätsel zu lösen, aber Zahlen-Tafeln gabs nur, wenn man zuvor mit einen Ball aus 16 Metern Entfernung in ein Planschbecken traf. „Nass gemacht“ hieß das Spiel des Teams Steinrausch, bei dem es auch um Zahlen und Wasser ging. Jeder Teilnehmer, der ein Zahlenrätsel lösen konnte, durfte mit Staffelholz durch den Parcours laufen, eine Glocke läuten und dann in den Pool springen. Bei 35 Grad Mittagshitze kam diese Abkühlung den Spielern sehr entgegen. Beim „Steinzeit-Biathlon“ der Lisdorfer mussten die Gegner „Bogen bauen“ und „Feuer machen“, allerdings nur mit vorgegebenen Mittel und das war gar nicht so einfach. Beim „Stadtgespräche“ hatten die Teilnehmer Bäume am Straßenrand zu pflanzen und zu wässern. Ähnlichkeiten mit der Situation in der Hauptstraße Beaumarais waren kein Zufall, das Spiel hatten sich die Stadtteilvertreter ausgedacht. Das „Stadtsäckel“ mit 50 Golddukaten zu 8343füllen, war die Aufgabe, die Roden seinen Gegnern stellte und gleichzeitig den Oberbürgermeister zur Teilnahme verpflichtete. Das Team aus Neuforweiler schickte die Spieler auf den „Course de Bourg-Dauphin“, eine Rennstrecke mit ausgeklügeltem Parcours, Boxenstopps und Fahrerwechsel. Den Abschluss machte Picard mit „Bauer sucht Frau“. Hierbei war eine Kuh zu tränken und anschließend zu melken, was sich als gar nicht so einfach erwies.

Roland Henz bedankte sich am Ende bei den acht Stadtteilen für ihr Engagement. Sein besonderer Dank ging an Hans Werner Strauß, Betriebsleiter des NBS, der sämtliche Spielideen verfeinerte, den ganzen Tag moderierte und mit seinen Leuten jedes Jahr den Ideen aufs Neue eine Gestalt gibt. Rund zwei Wochen waren die NBS-Mitarbeiter um Dietmar Esser, stellve8375rtretender Betriebsleiter, gemeinsam mit Vereinsvertretern, damit beschäftigt, die aufwändigen Kulissen und Spielfiguren zu fertigen. Michael Gier und sein Team sorgten für den Aufbau vor Ort. „Die Kollegen investieren sehr viel Herzblut und das sieht man auch“, lobte der Oberbürgermeister die NBS-Mitarbeiter. Henz bedankte sich auch beim Stadtrat, der diese Veranstaltung seit fünf Jahren unterstützt. Danach ging es zur Siegerehrung. An der Spitze lag der Steinrausch mit 47 Punkten vor Neuforweiler mit 46 Punkten Ein weiteren Punkt zurück folgte Lisdorf mit 45 Punkten vor Roden mit 40 Punkten; Fraulautern mit 35 Punkten, Beaumarais mit 28 Punkten, der Innenstadt mit 27 Punkten und Picard mit 23 Punkten. Den Siegerpokal überreichte am Ende Oberbürgermeister Roland Henz.

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