Aussichtsturm bietet attraktiven Blick auf die quirlige Vogelwelt

Dillingen. Gerade in den kommenden Wochen ist der Ökosee im Dillinger Stadtteil Pachten besonders interessant, wenn dort Zugvögel auf dem Weg in den Süden Rast machen. Dem Beobachter bietet sich hier ein außergewöhnlicher Blick auf die Vielfalt der quirligen Vogelwelt. Und diesen Blick dürfen Spaziergänger und Naturbeobachter und Ornithologen gleichermaßen von einem attraktiven Ort herunter genießen. Der neue Aussichtsturm am Ökosee in Dillingen/Pachten verspricht einen attraktiven Blick auf die Vielfalt an Vogelarten. Foto: Stadt Dillingen/Heike Theobald
Es ist ein gemeinsames Projekt der NABU-Ortsgruppe Saarlouis/Dillingen und der Stadt Dillingen. Als Standort wählte man das Westufer des Pachtener Sees. „Von hier ist der Abstand zu den Inseln auf dem See am geringsten“, erklärte NABU-Sprecher Andreas Kleber. Ende Juli wurde das Fundament hergestellt, nach der Sommerpause errichtete die Firma Holz & Dach in wenigen Tagen den Holzturm, der insgesamt rund 6,50 Meter hoch ist, die Plattform selbst misst eine Höhe von 4 Metern.
Neben dem Bau des Turmes hat die NABU Arbeiten zur Uferabflachung vorgenommen. Größere Maßnahmen zur Ufergestaltung auf der Ostseite rundeten die Gesamtmaßnahmen ab. Die Gesamtkosten belaufen sich demnach auf insgesamt rund 80.000 Euro. Das Umweltministerium förderte die Maßnahme mit 10.000 Euro, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gab einen Zuschuss von 32.000 Euro, aus Lotto-Toto-Mittel flossen 5.000 Euro, der Dillinger Stadtrat stellte 25.000 Euro zur Verfügung, die Kreissparkasse Saarlouis sponserte 1.000 Euro.
 Baudezernent Felix Emanuel, NABU-Sprecher Andreas Kleber und Bürgermeister Franz-Josef Berg (v.l.n.r.) geben den Aussichtsturm für die Öffentlichkeit frei. Foto: Stadt Dillingen/Heike Theobald
„Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Stadtratsmitgliedern bedanken, die dieses wichtige Projekt mit unterstützt haben, aber auch bei der NABU-Ortsgruppe, die seit vielen Jahren daran arbeitet, den Pachtener See ökologisch aufzuwerten“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg bei der offiziellen Freigabe der Plattform. Mit der Uferabflachung und der Schaffung von Flachseebereichen hatte 2006 die Aufwertung des Sees begonnen. „Durch die großflächige fast auf Seespiegel liegende Insel mit weiten Sandflächen fanden sich schnell Flußregenpfeifer, Flußuferläufer, Rohrdommel, Bekassine und andere Limikolen ein“, erklärt Andreas Kleber. Diese vielfältige Vogelwelt – mittlerweile können am Ökosee über 130 Vogelarten beobachtet werden – kam der Wunsch bei den Ornithologen des NABU und Naturliebhaber auf, eine geeignete Aussichtsplattform einzurichten. (dpd)

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