Für manchen ein Unkraut, für andere ein Heilmittel, der Löwenzahn

Ein richtig sattes Gelb sieht man jetzt an Wegrändern, in der Natur. Ganze Wiesenfelder scheinen in eine gelbe Riesenfläche zu verwandeln. Eine ausgesprochen gesunde Pflanze hat viele Flächen erobert. Manche Zeitgenossen lassen sie auch bewusst zumindest an den Rändern ihrer Rasenflächen stehen, denn diese gelbe Blüte ist eine wichtige Nahrung für vielerlei Bienen und Wildbienenarten. Man bezeichnet sie wegen ihres frühen Vorkommens auch als eine Bienenweide. Aber auch für den Menschen hat diese Pflanze, der Löwenzahn von dem reden wir ja, viele gesundheitsfördernde Einflüsse.
Für Extrakte aus Löwenzahn konnte eine hemmende Wirkung auf dasIMG174427 Größenwachstum und die Verbreitung von
Prostata- und Brustkrebszellen als auch eine apoptosefördernde Wirkung bei Leberkarzinomzellen Leukämiezellen und Pankreas-krebszellen nachgewiesen werden. Im Tierversuch zeigte sich eine leistungssteigernde und erschöpfungswidrige Wirkung nach der Gabe eines Löwenzahnextraktes, wobei ein verzögertes Absinken der Blutzuckerwerte bei gleich-zeitigem verzögertem Anstieg der Triglycerid– und Lactatwerte auffiel.
Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahns sind die Bitterstoffe. Sie fördern allgemein die Sekretion der Verdauungsdrüsen. Daneben wurde auch eine harntreibende Wirkung nachgewiesen, die möglicherweise auf die hohe Kaliumkonzentration zurückzuführen ist. Anwendung finden die Drogen bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei Störungen im Bereich des Gallenabflusses und zur Anregung der Harnausscheidung bei entzündlichen Erkrankungen und Steinbildung. Die Volksheilkunde nutzt die Drogen außerdem als leichtes Abführmittel, bei
Diabetes mellitus, bei rheumatischen Erkrankungen und Ekzemen. Verarbeitet werden auch die frischen jungen Blätter zu Frühjahrskuren als Salat, Presssaft oder als Bestandteil im Smoothie. Die im Herbst geernteten inulinreichen Wurzeln dienen (heute wieder) geröstet als Kaffee-Ersatz.
Gegenanzeigen sind
Gallensteinleiden sowie Verschluss der Gallengänge. Häufiger Kontakt mit dem Milchsaft der Pflanze kann zu Kontaktdermatitis führen. In der Volksmedizin wird der Stängelsaft aber auch als Heilmittel gegen Warzen und Hühneraugen empfohlen

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