„Fünf vor Zwölf" für die HGS

Saarlouis hat nach 25:36 (11:18)-Pleite gegen Essen nur noch fünf “Überlebens-Spiele”

Saarlouis. Es ist „fünf vor zwölf“ und es scheint, als hätte eine Reihe von Spielern der HG Saarlouis „das Klingeln nicht gehört“. Nach der Abschlachtung in Hamm ließen sich die Saarländer am Ostersamstag von TUSEM Essen erneut „wie ein Absteiger“ vorführen. Die 25:36 (11:18)-Heim-Niederlage war erneut eine Ansammlung von Pleiten Pech und Pannen.
Nur bis zum 10:11 nach 20 Minuten konnten die Gastgeber vor knapp 1400 Zuschauern in der Stadtgartenhalle die Partie noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, ohne dabei allerdings gut Handball 5639 Das Spiel gegen Tusem Essen brachte nicht den erhofften Durchbruchzu spielen. Fast widerstandslos in der Abwehr und konfus im Angriff ließen sich die Saarländer in der Folge bis zum Pausenpfiff nochmals sieben „Ostereier“ ins Nest legen und schlichen mit gesenkten Köpfen und mit 11:18 in die Kabine.
Wer gedacht hatte, dass sich das dann in Halbzeit 2 ändern würde, sah sich getäuscht. Der TUSEM um Andre Kropp, Lasse Seidel und Peter Hornyak konnte auch weiterhin machen, was er wollte. Keine Maßnahme, die sich Goran Suton überlegte, zeigte Wirkung. Die Gäste trafen weiter und Saarlouis stolperte von einer Pleite zur nächsten. Als beim 19:29 zehn Minuten vor Schluss der Vorsprung der Gäste auf zehn Tore angewachsen war, war auch dieses Match längst gelaufen.
„Fünf vor 12“ – das heißt noch fünf Spiele bis zum Saisonende. Und somit ist für den Siebzehnten jedes Spiel ein echtes „Überlebens-Spiel“. Das muss jedem eigentlich längst klar sein. Aber mit hängenden Schultern, gesenkten Köpfen und einer negativen Körpersprache wie am Samstag gewinnt man eben kein Spiel.5626 Erreicht  die HGS das rettende Ufer? Zweifel sind erlaubt!
„Es hat in den letzten Spielen noch keiner von uns geblutet“, beschrieb nach der erneuten Pleite HGS-Urgestein Darius Jonczyk die Einstellung einiger seiner Teamkameraden zwar etwas martialisch, aber treffend. Noch ist ein wenig Zeit – fünf Minuten oder fünf Spiele – um zumindest noch Hüttenberg hinter sich zu lassen und das rettende Ufer zu erreichen. Und die Hüttenberger kommen Mittwoch in einer Woche nach Saarlouis. Und wenn auch das schief geht, dann kann man im Saarland das Kapitel 2. Liga nach fünf Jahren wohl abschließen. Die Frage, die sich am Samstag viele Fans der HGS stellten, heißt: „Wann kämpft die Mannschaft endlich wieder richtig gegen den Abstieg?“  (pw).

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