Oberbürgermeister Richard Nospers war ein besonderer Mensch

  • Der Platz mit der Hajek-Skulptur trägt jetzt seinen NamenMehrfach verschoben werden musste ein Ereignis mit dem das Andenken des früheren Saarlouiser Oberbürgermeisters Richard Nospers gewürdigt werden soll. Auch hier war Corona die Ursache. Bereits am 25. Juni 2020 hatte der Stadtrat der Kreisstadt Saarlouis einstimmig beschlossen, den Platz mit der Hajek Skulptur in der Kaiser Wilhelm Straße die Bezeichnung „Richard Nospers Platz“ zu geben.0184

    Der Platz mit der Hajek-Skulptur trägt jetzt seinen Namen

    Mehrfach verschoben werden musste ein Ereignis mit dem das Andenken des früheren Saarlouiser Oberbürgermeisters Richard Nospers gewürdigt werden soll. Auch hier war Corona die Ursache. Bereits am 25. Juni 2020 hatte der Stadtrat der Kreisstadt Saarlouis einstimmig beschlossen, den Platz mit der Hajek Skulptur in der Kaiser Wilhelm Straße die Bezeichnung „Richard Nospers Platz“ zu geben.

    Die offizielle Einweihung mit der Enthüllung der Beschilderung fand am vergangenen Samstag im Rahmen einer Feierstunde statt. Daran nahmen viele Gäste teil, die teilweise noch mit Richard Nospers zusammen gearbeitet hatten, unter ihnen Oberbürgermeister Peter Demmer, Bürgermeisterin Marion Jost, der damalige Beigeordnete Gabriel Mahren, weitere Stadtverordnete, der Ehrenbürger der Stadt Saarlouis Erich Pohl, die Landtagsabgeordneten Raphael Schäfer (CDU) und Florian Schäfer (SPD) sowie viele weitere Mitglieder des öffentlichen und kulturellen Lebens der Kreisstadt.

    Oberbürgermeister Peter Demmer sagte bei seiner Begrüßung: „Mit dieser Würdigung folgen wir nicht nur einer langen Tradition, Straßen und Plätze nach ehemaligen Stadtoberhäuptern zu benennen, sondern wir möchten auf diesem Weg auch einen besonderen Menschen ehren“. Er umriss in seiner Rede den Weg von Oberbürgermeister Richard Nospers, der von 1987 bis 1997 die Geschicke der Kreisstadt geleitet hatte. Viele grundlegende Entscheidungen sind in dieser Zeit gefallen. Dazu gehörte die Sanierung der Finanzen, die durch den Niedergang der Stadtsparkasse gelitten hatte oder bauliche Maßnahmen in den Stadtteilen, aber auch viele kulturelle Maßnahmen wie die Grundlagen für die Ansiedlung des Instituts für Aktuelle Kunst im Saarland. Auch die Entwicklung des Museums Haus Ludwig nur wenige Schritte vom jetzigen Richard Nospers Platz ist auf ihn zurück zu führen.
    0179 Bei der Enthüllung, Foto: saarinfos.de,ar

    Die Laudatio sollte ursprünglich Schriftseller Alfred Gulden halten, der jedoch kurzfristig wegen einer Erkrankung absagen musste. Den Vortrag der von ihm verfassten Rede übernahmen Kulturamtsleiterin Julia Hennings und Gabriel Mahren. In dieser launigen Rede hatte Gulden zunächst betont, Nospers sei ein Schaffer gewesen, der sich voll und ganz für die Stadt eingesetzt habe, er sei ein Glück, ein Segen für die Stadt gewesen. Im weiteren Verlauf ging Gulden eher auf die vielen persönlichen Erlebnisse ein, die er gemeinsam mit dem OB hatte. Die persönliche Beziehung sei dadurch erleichtert worden, dass Nospers als geborener Bitburger ein echter Eifelaner gewesen sei und er selbst sechs Jahre seiner Schulzeit in der Bitburger Nachbarstadt Prüm verbracht hatte. Er hatte Nospers auch auf Reisen begleitet, unter anderem in die Partnerstadt Eisenhüttenstadt. Auch in diesem Redebeitrag kam das Haus Ludwig nicht zu kurz, das zunächst 1989 als „Museum Haus Ludwig für Kunst der DDR“ eröffnet worden sei und wenig später in Museum Haus Ludwig umbenannt worden war, um dann 2017 nach dem Umzug in die Kaserne VI den Namen Ludwig Galerie zu erhalten.

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    Den Vortrag des zweiten Teils der Rede übernahm Gabriel Mahren, der während der Amtszeit von Richard Nospers ehrenamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt war. Dieser ging auf die Vorstellung Alfred Guldens ein, der die Namensgebung des Platzes mit einer Schiffstaufe verglich. Und zu einer Schiffstaufe gehöre nun einmal ein Champagner, allerdings sollte es nach Guldens Vorstellung kein Champagner sein, sondern ein DDR Rotkäppchen Sekt, um damit als Reminiszenz auf die ersten zaghaften Bemühungen deutsch-deutscher Verbundenheit einzugehen. Diese Flasche übergab Mahren an Oberbürgermeister Peter Demmer, verbunden mit dem Vorschlag, sie an den Mauern der Hajdek Plastik zerschellen zu lassen oder aber sie auszutrinken. Demmer ging einen anderen Weg und reichte sie weiter an Richard Nospers Witwe Cornelia.

    Gemeinsam mit dieser enthüllte er die neue Beschilderung. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung sehr gelungen von dem Saxophonisten Marco Messina.

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