Galette des Rois: Deutsch-Französische Freundschaft auch während Corona elementar

Mit der Galette des Rois bedankt sich Honorarkonsulin Myriam Bouchon jedes Jahr am Tag der Deutsch-Französischen Freundschaft bei Partnern, Unterstützern und Freunden, die im vorangegangenen Jahr das grenzüberschreitende Miteinander gestaltet haben – eine Tradition, die ihr Vater und Vorgänger, Honorarkonsul a.D. Michel Bouchon, ins Saarlouis begründete. Aufgrund der Pandemie konnte das gesellschaftliche Ereignis in diesem Jahr nicht stattfinden. Stellvertretend überreichten Myriam und Michel Bouchon einen Königs-Kuchen an OB Peter Demmer. Diese Gelegenheit nahmen sie wahr, um über das vergangene Jahr aus Perspektive der Agence Consulaire zu berichten.

Nichts im Bereich der Freundschaft dürfe als selbstverständlich angesehen werden, betonte die Honorarkonsulin dabei. „Es reicht nicht aus, das Wort ‚Freundschaft‘ auszusprechen.“ In Saarlouis zeichne sich das deutsch-französische Miteinander indes dadurch aus, dass es aktiv gelebt werde. Auch die Agence trage ihren Teil während der Corona-Krise dazu bei, indem sie vermehrt telefonische Unterstützung und Beratung anbietet.Stellvertretend für die vielen Akteure, die in Saarlouis die deutsch-französische Freundschaft fördern, überreichten Honorarkonsulin Myriam Bouchon (l)und ihr Vater Michel Bouchon (r) eine Galette des Rois an Oberbürgermeister Peter Demmer. Dabei sprachen sie auch über wichtige Aspekte des grenzüberschreitenden Miteinanders. Foto: Sascha SchmidtIMG_7996 
Aber auch auf europäischer Ebene sei das deutsch-französische Tandem besonders während der Corona-Krise erfolgreich gewesen. Dabei hob sie besonders die gemeinsame Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im vergangenen Mai sowie den EU-Gipfel im darauffolgenden Juli hervor.
An der europäischen Idee genagt habe indes die Zeit der Grenzschließung zur Eindämmung der Pandemie im vergangenen Jahr. „Zeitweise hat das zu Ressentiments geführt und dem Europäischen Gedanken Grenzen gesetzt“, erklärte Bouchon. „Vielmehr sollten geographische Grenzen als dauerhafte Stätte der Willkommenskultur angesehen werden.“

Das unterstrich auch OB Peter Demmer, der sich bereits im vergangenen Jahr für die Öffnung der Grenzen einsetzte. „Ich plädiere weiter für eine europäische Lösung.“
Zudem bekräftigte auch der Verwaltungschef, wie wichtig es sei, zentrale Begriffe mit Leben zu füllen. „Immer wieder die Freundschaft zu proklamieren ist das eine“, sagte Demmer. „Gelebt werden muss es aber an der Basis bei den Menschen.“ In diesem Zusammenhang hob er den regen Austausch mit der Saarlouiser Partnerstadt Saint-Nazaire hervor. „Das Thema ist mir sehr wichtig, und es ist auch wichtig, unserer Partnerschaft in diesen Zeiten gerecht zu werden.“ Auch aus diesem Grund habe er innerhalb der Verwaltung dazu die Stabsstelle Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Internationale Kooperation eingerichtet.

Print Friendly, PDF & Email