Auch bei den Flippo Baskets war für die Royals in Göttingen war nichts zu holen

Dass die Royals in der derzeitigen Situation einen Sieg aus Göttingen mitbringen, haben wohl nur die größten Optimisten erwartet. Dass die Niederlage mit 46:81 ziemlich deutlich ausfiel bei einer Mannschaft, die nicht unbedingt zur creme de la creme in der Liga gehört allerdings auch nicht, zumal einige Tage zuvor die Niederlage gegen den Tabellenführer Keltern mit 67:82 sehr viel schmeichelhafter ausfiel.
Das Team der Royals war noch einmal weiter dezimiert, Pointguard Gabi Andēlova weilte wegen Prüfungsvorbereitungen in ihrer Heimat und ihr Fehlen machte sich deutlich bemerkbar. Im Team waren mit Romy Brück und Nele Trommer zwei Spielerinnen im Kader, die aufgrund ihres Alters (17 Jahre) eigentlich zum WNBL Team gehören.

Dennoch im ersten Viertel zeigten das Team aus Saarlouis, warum sich Keltern in Saarlouis schwer tat: sie hielten mit und sorgten vor allem mit Distanzwürfen dafür, dass sie dran blieben – das Viertel endete 17:14. Das sollte sich bereits im zweiten Viertel ändern, die Flippo Girls trafen reihum, so dass sie mit einem bereits beruhigenden 15 Punkte Vorsprung mit 43:28 die Seiten wechseln konnten.

Noch drastischer ging es im dritten Viertel zu, die Gastgeberinnen trafen weiterhin, während man bei den Royals bemerkte, dass der Kader sehr schwach besetzt war, Centerin Klara Brichakova hatte nicht ihren besten Tag und Mendy Geniets war nach längerer Verletzungspause auch noch nicht in bester Verfassung. So war es gut, dass zumindest Chelsea Waters, die im Spiel gegen Keltern noch wegen einer Gehirnerschütterung pausieren musste, treffsicher war. Das dritte Viertel ging mit 24:8 an Heimmannschaft. Es ist nicht verwunderlich, dass der Sport TV Kommentator etwa Mitte des Viertels sagte „Saarlouis bricht auseinander“,  er fügte aber hinzu, „das ist bei diesem Kader nicht verwunderlich“.

Der Vorsprung der Flippo Baskets lag jetzt kontinuierlich bei über 30 Punkten. Das führte dazu, dass Göttingen´s Trainer Goran Lojo im letzten Viertel seinerseits seinen Nachwuchsspielerinnen Einsatzzeiten gab. Am Ende stellte er zufrieden fest „Wir haben mit hoher Energie und einer tollen Defense agiert.“ Dies sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Hinzufügen muss man allerdings, dass die schwach besetzte Bank der Saarlouiser Mannschaft ebenso dazu beigetragen hat. Es bleibt also zu hoffen, dass die nachverpflichteten Spielerinnen die gewünschte Verstärkung darstellen und bereits im nächsten Spiel einsetzbar sind, denn damit beginnt bereits die zweite Hälfte der Punktrunde. Deshalb ist es sicher nicht falsch, wenn man sagt, der Kampf gegen den Abstieg hat begonnen, wieder einmal.

Die Viertelergebnisse:
17:14; 26:14; 24:8; 14:10.
Erfolgreichste Werferinnen:
Bei Göttingen: Jennifer Crowder 20 Punkte, Riley Lupfer 17 Punkte
Bei Saarlouis: Chelsea Waters 16 Punkte, Linn Schüler 11 Punkte.
Das nächste Spiel der Royals findet am 10.01.21 in Heidelberg statt.

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