Merzig hat jetzt einen ganz besonderen Apfel

Aus Anlass des 50. Merziger Viezfestes hat der Organisationsauschuss mit Winfried Burger an der Spitze der Stadt Merzig ein symbolisches Geschenk überreicht, das dieser Tage in Anwesenheit des Künstlers offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Das Symbol ist – was könnte es bei der „Äppelkischd“ Merzig auch anderes sein – ein Apfel. Ein Apfel, der gut mannshoch ist und nicht faulen kann, denn hergestellt ist er aus Edelstahl. Geschaffen wurde er von dem Georgien stammenden Bildhauer und Maler David „Dato“ Mcheidse. Aufgestellt 4515 Bei der offiziellen Übergabe des Stahlapfelswurde er deutlich sichtbar vor dem Eingangsbereich der Merziger Stadthalle.

Vorgestellt wurde die Skulptur und ihr Schöpfer von Kultusminister a.D. Jürgen Schreier als Geschenk der Merziger Bürger an ihre Stadt, ermöglicht durch etliche Sponsoren. „Dato“ hat bereits als 12jähriger Junge gewusst, was er einmal werden wollte – die Gene dazu hatte wohl von seinem Vater geerbt, der ebenfalls Bildhauer war und eine entsprechende Professur an der Kunstakademie in Tiflis hatte. Von diesem Vater und sicher auch durch die enge Verbundenheit zwischen der georgischen Hauptstadt Tiflis und der der Partnerstadt Saarbrücken, entstand die Verbindung zum Saarland. Von Vater Lewan Mcheidse findet man auch eine Skulptur bei den Steinen an der Grenze. Dato lebte rund 10 Jahre im4534  Der Künstler David "Dato"  Mcheidse und sein Werk saarländischen Mettlach. Von hier aus entstanden einige Skulpturen, die er gemeinsam mit seinem Vater schuf, so beispielsweise eine 2,80 m große Bronzestatue des heiligen Ludwinus, die auf einem 1,10 m hohen Steinsockel auf dem Mettlacher Marktplatz steht. Oder das Ehrenmal auf dem Friedhof in Weiten zu Ehren der im ersten und zweiten Weltkrieg Gefallenen, das den Namen Trost trägt. Dato Mcheidse, mittlerweile ein weltweit anerkannter Künstler, kennt also die Region und die Bedeutung des Apfels für sie. Stahl ist ein Werkstoff mit dem er gerne arbeitet. Die Skulptur wird „edel“ rosten und eine schöne Patina erhalten, die zugleich an unsere Vergänglichkeit erinnern soll. Gearbeitet hat er an der Skulptur sechs Wochen lang, manchmal Tag und Nacht wie er sagt.
Noch jemand gebührt Anerkennung: dem Schweißer Schlink vom städtischen Bauhof, der auch bei widrigen Witterungsverhältnissen unermüdlich geschweißt und geflext hat. Bürgermeister Marcus Hoffeld bedankte sich für das Geschenk, das sicher zu einem markanten Kennzeichen der Stadt werden wird. Er kündigte an, dass die Skulptur zusätzlich noch eine Beleuchtung von innen erhalten wird und damit auch am Abend im Blickpunkt stehen wird.

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