Biancas Appell

Die Saarländische Bierkönigin Bianca hat einen eindringlichen Appell die Jugendlichen unseres Landes gerichtet. Normalerweise übernehmen wir keinen Appell oder Aufruf aus Facebook oder anderen sozialen Medien. Wir machen es diesmal ausnahmsweise, weil uns das Verhalten von Bianca, die wir als lebensfrohe, aufgeschlossene Bierkönigin kennen, beeindruckt hat. Und weil sie zwar kein Teenager mehr ist, aber dennoch auch noch Sprache spricht, die die junge Generation vielleicht besser versteht als die mahnenden Worte der älteren Generation. Aber: es bleibt eine Ausnahme, wir werden auch in Zukunft keine Postings aus sozialen Medien übernehmen.
Hier der Aufruf von Bierkönigin Bianca:
Liebe Jugendliche und andere Unbelehrbare – und nein, hier besteht kein GeneralverdBiancas Appell 82275987_630391491065176_8232965493363834880_oacht, sondern, das ist an genau die gerichtet, die es immer noch nicht kapiert haben…
Verzeiht mir die deutlichen Worte, aber irgendwie fragt man sich, wie realitätsfremd so mancher immer noch sein kann…
Ihr fühlt euch gesund und superschlau und denkt, euch kann dieser ganze Viruskram nix anhaben.. Damit habt ihr vielleicht Recht – ihr seht nichts, spürt nichts, und wenn ihr fit seid, wird das womöglich so bleiben. Aber was ihr immer noch nicht verstanden habt: auch trotzdem könnt ihr die Seuche in euch haben, sie verteilen und andere anstecken.
Jede Verkäuferin, die für eure Partyeinkäufe an der Kasse sitzt, ist gefährdet.
Alle, Polizisten und Ordnungsdienste, die auf die Straße müssen, um eure dämlichen Parties zu beenden, begeben sich damit in Gefahr. Sie sind nicht nur eurer Unvernunft, sondern auch euren Viren ausgesetzt. Sie können bei diesem unnötigen Einsatz krank werden. Und sie haben Familie… Sie haben Eltern, Großeltern, Kinder, die davon dann genauso betroffen sind.
Und jeder einzelne, den es so hart trifft, dass er behandelt werden muss, ist dann Patient eines Arztes, einer Krankenschwester und sonstigen Helfern – die damit ihr Leben riskieren. Und auch sie haben Familie, von der es jeden einzelnen treffen kann.
Jeder Kranke auf Station ist isoliert, ist fern von denen, die ihn gern umarmen und trösten, ihm gern beistehen möchten, und muss nicht nur mit der Luftnot, dem Fieber, sondern auch mit der Angst, der fremden sterilen Umgebung, dem Eingesperrt sein alleine klar kommen.
Schaut euch Bilder aus Italien an. Denkt nicht – ach, das ist doch weit weg. Macht euch bewusst, dass jeder dieser Särge, die ihr auf zahllosen Bildern aus Bergamo oder weiteren Städten seht, auch der eures Großvaters, eurer Tante, eurer Schwester oder auch von euch selbst sein könnte.
Alles, was uns nicht weiter in diese Richtung bringt, müssen wir tun.
Viele von euch haben in den vergangenen Wochen darum gekämpft, ernst genommen zu werden und Verantwortung zeigen zu können.
Da ist sie nun – die Realität. Hier könnt ihr zeigen, dass ihr tatsächlich Verantwortung tragen könnt. Tut es.
#stayhome

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