„Es lohnt sich in jeder Situation zu kämpfen“

Kommunen begrüßen positive Signale für Fortbestand des Lebacher Krankenhauses
Auch im Lebacher Rathaus und in den umliegenden Kommunen hat man sich ermutigt zu der Entwicklung im Zusammenhang mit dem Fortbestand des Krankenhauses geäußert. Aus dem Lebacher Rathaus haben wir folgende Stellungnahme erhalten. „Die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und Arbeitsplätze zu erhalten – diese Forderungen sind von allen Seiten und auf allen Ebenen in den letzten Wochen und Monaten öffentlichkeitswirksam geäußert worden. Wörtlich heißt es in dem Stiftungsbrief: „Diese vehementen Forderungen der Politik ermutigen den Träger und die Geschäftsführung, die Fortführung des Krankenhausbetriebes anzustreben.“ Auch wenn noch viele Fragen offen sind, so ist dies doch mehr als nur ein Lichtblick. Gerhard Sauer, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, spricht davon, dass nun zumindest die erste Hürde zur Weiterführung des Lebacher Krankenhauses genommen ist.
Die Bürgermeister der Kommunen Lebach, Schmelz, Eppelborn und Nalbach sowie der Landrat begrüßen die jüngste Entwicklung. Sie haben sich dafür stark gemacht, das Lebacher Krankenhaus zu erhalten, weil es ein enorm wichtiger Standort im Gesamtnetzwerk der ärztlichen Versorgung ist. „Es hat sich gezeigt, dass man durchaus auch dann etwas bewegen kann, wenn die Dinge auf den ersten Blick aussichtslos erscheinen. Es lohnt sich in jeder Situation zu kämpfen“, so das Statement von Klauspeter Brill, Bürgermeister der Stadt Lebach. In der Theelstadt hat man nun die Hoffnung, dass Ministerium und Träger gemeinsam eine Lösung finden, um den Standort langfristig zu sichern.
Dass die Geschäftsführung auf engagierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen kann, hat sich nicht nur in der Corona-Krise gezeigt. Trotz der eigenen unsicheren Zukunfts-perspektive hat das Team alles daran gesetzt, den Betrieb auch unter schwierigsten Voraussetzungen und BelastungeIMG_6449n fortzusetzen.

 

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Landrat Lauer: Lebach kann die neue Nordsaarland-klinik werden

Als erfreuliches wie ermutigendes Signal für die künftige Krankenhausversorgungsstruktur im nördlichen Saarland hat der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer (SPD) die Ankündigung der Hildegard-Stiftung, mit dem saarländischen Gesundheitsministerium in Verhandlungen über ein erweitertes Medizinkonzept und einen damit verbundenen Neubau des Caritas-Krankenhauses in Lebach eintreten zu wollen.
Landrat Lauer sieht darin einen großen Fortschritt: „Der Träger glaubt offensichtlich wieder an die Zukunft des Standorts Lebach – und das zu Recht“. Die jetzige medizinische Versorgungsqualität und auch die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse der letzten Monate hätten noch einmal das Potential des Standorts offenbart. Gerade im Zuge der Corona-Pandemie habe das Krankenhaus Lebach als Covid-19-Klinik seine Wichtigkeit und Systemrelevanz nachdrücklich unter Beweis gestellt.
Zu verdanken sei das Umdenken des Trägers, neben den klaren Bekenntnissen aus der Bevölkerung und aus der lokalen Politik, in allererster Linie dem herausragenden Engagement, der Tatkraft und der Kreativität der örtlichen Geschäftsführung sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Monaten. Diese hätten gezeigt, dass eine unter medizinischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgreiche Führung des Klinikums möglich ist.
„Wir werden alles dafür tun, dass Lebach bleibt. Hier geht es um nicht weniger als die Gesundheitsversorgung der Menschen in unserer Region“, betont Lauer. Die CTT und das Gesundheitsministerium seien deshalb jetzt dazu aufgerufen, im Schulterschluss mit der Geschäftsführung, der Mitarbeiter-Vertretung, dem Landkreis Saarlouis und der Stadt Lebach ein innovatives, modernes und zukunftsfähiges Klinik-Konzept zu erarbeiten und voranzutreiben. Dass der Träger dazu offenbar eine konkrete Vorstellung entwickelt habe, könne dabei nur von Vorteil sein.
Im Hinblick auf die damit verbundenen Investitionen in den Standort Lebach Lauer sieht in erster Linie das Land in der Verantwortung: „Sollte das neue medizinische Konzept der CTT überzeugen, muss auch die Investitionsförderung des Landes über das bislang in Aussicht gestellte Ausmaß zwingend ausgebaut werden.“ Dafür werde er sich auch persönlich gemeinsam mit dem Kreistag und den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden bei Gesundheitsministerin Monika Bachmann einsetzen.
„Eine krankenhauspolitische Lehre aus Corona sollte sein, dass auch kleinere Häuser mit guten Konzepten eine dauerhafte Berechtigung haben können“, so Lauer. Der jetzt angestoßene Prozess ist eine riesige Chance für ein belastbares medizinisches Versorgungszentrum – gerade auch für das nördliche Saarland. Mit einer klugen strategischen Ausrichtung und einem individuellen Konzept hat Lebach das Potential, die neue „Nordsaarland-Klinik“ zu werden, die eine hervorragende stationäre Versorgung für die Region und ihre Menschen garantiert“, so Lauer abschließend.

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